Fotoreiseberichte.de - Köln und Umland

Startseite

Köln
· Köln allgemein
· Der Kölner Dom
· Flehbachaue
· Groov
· Kölner Zoo
· NSG Am Ginsterpfad
· NSG Am Hornpottweg
· NSG Dellbrücker Heide
· NSG Flittarder
  Rheinaue
· NSG Königsforst
· NSG Thielenbruch
  und Thurner Wald
· NSG Wahner Heide
· NSG Worringer Bruch
· Literatur & Linktipps

Das Umland
· Drachenfels
· NSG Schluchter Heide

Die Natur
· Amphibien & Reptilien
· Flechten
· Hautflügler (Bienen,
  Wespen und Co.)
  · Teil 1
  · Teil 2
· Insekten
· Käfer
· Libellen
· Pilze
· Säugetiere
· Schmetterlinge
  und Falter

· Schnecken
· Schwebfliegen
· Sonstige Tiere
· Spinnentiere
· Vögel
· Wanzen
· Zikaden

Hautflügler in Köln und im Umland - Teil 1

Achtung, zu dieser Seite gibt es eine überarbeitete Version, die Sie hier finden.

Ameisen (Ants, Formicidae)

Weltweit kommen viele Ameisenarten vor, wobei die exakte Zahl bislang nicht bekannt ist. Die Angaben der Wissenschaftler schwanken zwischen circa 11.000 und 12.500 Spezies. 200 Arten sind in Europa heimisch und davon wiederum ein Teil in Deutschland. Für Laien sind die meisten Ameisenarten nur schwer zu unterscheiden. Manche Spezies sind jedoch unverkennbar und können deshalb problemlos identifiziert werden. Folgende Ameisenarten sind in diesem Kapitel abgebildet:

· Rote Waldameise (Southern Wood Ant, Formica rufa)

Rote Waldameise (Southern Wood Ant, Formica rufa)

Rote Waldameisen sind an ihrer charakteristischen Färbung recht leicht zu erkennen. Ein großer Teil ihres Körpers ist leuchtend rot gefärbt, der Hinterleib ist schwarz. Teile des Kopfes und die Beine sind braunschwarz gefärbt. Königinnen der Roten Waldameise können eine Körperlänge von elf Millimeter erreichen, Arbeiterinnen sind 4,5 bis neun Millimeter lang und die Männchen neun bis elf Millimeter. Sehr kräftig sind die Mundwerkzeuge der Roten Waldameise. Die Tiere können in Gruppen sogar tote Mäuse in ihre Nester schleppen. Anzutreffen sind diese Ameisen in Laub- und Nadelwäldern, wo sie an sonnigen Stellen ihre großen Nester errichten. Mitunter finden sich mehrere Nesthügel in unmittelbarer Nähe und es verlaufen Ameisenstraßen zwischen ihnen. Auf dem Speisezettel der Roten Waldameise stehen Insekten, deren Larven, Spinnentiere sowie Aas und Honigtau, der von Blatt- und Schildläusen abgesondert wird. Darüber hinaus trinken Rote Waldameisen Pflanzensäfte von Bäumen sowie Saft von Früchten.

  Rote Waldameise (Southern Wood Ant, Formica rufa)   Nesthügel der Roten Waldameise (Southern Wood Ant, Formica rufa)  
  Foto: 01.04.2012,
Drove
  Nesthügel; Foto 01.04.2012,
Drove
 

Unbestimmte Ameisenarten

Einige der von mir beobachteten und fotografierten Ameisenarten habe ich bisher leider nicht identifizieren können. Falls Sie bei der Bestimmung helfen können, würde ich mich über eine Benachrichtigung per E-Mail sehr freuen.

  Unbestimmte Ameisenart Nr. 1   Unbestimmte Ameisenart Nr. 2  
  Unbestimmte Ameisenart Nr. 1,
Foto: 25.03.2012, Rösrath-Stümpen
  Unbestimmte Ameisenart Nr. 2,
Foto: 17.03.2012, Köln-Brück
 

Zum Seitenanfang ↑

Bienen (Apiformes, Bees)

Experten schätzen, dass weltweit circa 20.000 Bienenarten vorkommen. In Europa leben rund 700 Arten, etwa 500 davon sind in Deutschland heimisch. Es gibt Bienen, die Staaten bilden, und welche, die allein (solitär) leben. Die Bienen werden in Familien wie beispielsweise Apidae (Echte Bienen) unterteilt. Folgende Bienenarten finden Sie in diesem Kapitel in alphabetischer Reihenfolge:

· Andrena barbilabris
· Flaum-Sandbiene (Mining Bee, Andrena nitida)
· Große Blutbiene (Parasitic Bee, Sphecodes albilabris)
· Rotpelzige Sandbiene (Tawny Mining Bee, Andrena fulva)
· Weidensandbiene (Mining Bee, Andrena vaga)
· Westliche Honigbiene (Western Honey Bee, Apis mellifera)

Andrena barbilabris

Andrena barbilabrisAnders als viele andere Sandbienen hat Andrena barbilabris keinen allgemeinen deutschen Namen. Männchen sind neun bis elf Millimeter lang, Weibchen erreichen eine Körperlänge von elf bis zwölf Millimeter. Bei jungen Tieren ist die Oberseite des Rückens (Thorax) anfangs rotbraun behaart, die Färbung des Pelzes ändert sich mit der Zeit. Die Haare sind bei älteren Individuen braun. Der hintere Körperbereich ist glänzend schwarz gefärbt und trägt drei schmale helle Binden. Im Gesicht trägt Andrena barbilabris eine lange, kräftige helle Behaarung. Anhand dieser weißlichen Haare ist die Art von der Zweifarbigen Sandbiene (Andrena bicolor) unterscheidbar, deren Gesichtsbehaarung schwarz ist. Andrena barbilabris hat schwarze, behaarte Beine, die Fühler sind ebenfalls schwarz. Waldränder und -lichtungen sowie trockene Wiesen, Heidelandschaften und Parks sowie Gärten sind Orte, an denen man diese Bienen antreffen kann. Männliche Individuen fliegen von Ende März bis Ende Mai, die Flugzeit der Weibchen beginnt im April und endet Mitte Juni. Foto: 08.04.2012, Köln-Dellbrück

Flaum-Sandbiene (Mining Bee, Andrena nitida)

Flaum-Sandbiene (Mining Bee, Andrena nitida)Die Sandbienenart Andrena nitida ist in Europa und somit auch in Deutschland weit verbreitet. Zwischen elf und 14 Millimeter beträgt die Körpergröße männlicher Flaum-Sandbienen, Weibchen können 14 bis 16 Millimeter lang werden. Bei jungen Bienen ist der Pelz auf der Oberseite des Brustteils (Thorax) anfangs rotbraun gefärbt, mit der Zeit wird diese Farbe immer blasser. Auf der Unterseite ist die Brust hell behaart und im Gesicht sowie an den schwarzen Beinen tragen die Bienen ebenfalls Haare. Nur sehr wenige Haare finden sich auf ihrem schwarz gefärbten hinteren Körperteil (Abdomen). Die kräftigen Fühler sind schwarz gefärbt. Lebensräume, in denen die Flaum-Sandbiene anzutreffen ist, sind naturbelassene Wiesen, Hecken, Waldränder sowie Kies- und Sandgruben. Auch in Heidelandschaften sind sie heimisch. Männchen fliegen von Ende März bis Mai, Weibchen in der Zeit von April bis Juni. Foto: 24.03.2012, Köln-Dellbrück

Große Blutbiene (Parasitic Bee, Sphecodes albilabris)

Die Große Blutbiene ist eine solitär lebende Bienenart, die eine andere Bienenspezies - die Frühlings-Seidenbiene (Colletes cunicularis) - parasitiert. Wenn die Wirtsbiene ihre Nester beziehungsweise Zellen gebaut hat, legt die Große Blutbiene ihre Eier darin ab. Vorher frisst sie noch die Eier der Frühlings-Seidenbiene auf. Zwischen elf und 14 Millimeter wird die Große Blutbiene lang. Sie ist die größte Blutbienenspezies, die in Europa vorkommt. Am Kopf und am Brustteil sind diese Tiere schwarz gefärbt. Der Hinterleib ist auffällig rot gefärbt. Lediglich das letzte Segment ist bei den meisten Weibchen schwarz, bei den Männchen ist es wie der restliche Hinterleib in aller Regel rot. Recht dunkel sind die Flügel, die Beine und die Fühler sind schwarz. Am Kopf befinden sich einige helle Haare. Weibliche Blutbienen überwintern und haben ihre Flugzeit im April und Mai, wenn die Frühlings-Seidenbiene ihre Nester baut. Die neu schlüpfende Generation der Großen Blutbienen fliegt von Juli bis September. Weil immer mehr Lebensraum der Wirtsart und auch der Großen Blutbiene verloren geht, steht es schlecht um diese Tiere. Sie benötigen lockere Sandböden. Die Große Blutbiene gilt in Deutschland wegen des Schwindens solcher Lebensräume als gefährdete Art.

  Große Blutbiene (Parasitic Bee, Sphecodes albilabris)   Große Blutbiene (Parasitic Bee, Sphecodes albilabris)  
  Foto: 14.08.2013,
Troisdorf
  Foto: 14.08.2013,
Troisdorf
 

Zum Seitenanfang ↑

Rotpelzige Sandbiene (Tawny Mining Bee, Andrena fulva)

Die Rotpelzige Sandbiene ist sehr zierlich gebaut. Männchen erreichen eine Körperlänge von zehn bis zwölf Millimeter, Weibchen werden nur acht bis zehn Millimeter lang. Ihre Grundfärbung ist dunkel, der Körper ist dicht pelzig behaart. Diese Haare sind auf der Körperoberseite fuchsrot gefärbt, an den Beinen und auf der Unterseite des Körpers sind sie schwarz. In der Zeit von März bis Mai sind die Tiere in der Natur anzutreffen. Sie leben in lichten Wäldern, in Parks, Gärten und in Gebieten mit Trockenrasen.

  Rotpelzige Sandbiene (Tawny Mining Bee, Andrena fulva)   Rotpelzige Sandbiene (Tawny Mining Bee, Andrena fulva)  
  Foto: 28.03.2012,
Königswinter
  Foto: 28.03.2012,
Königswinter
 

Weidensandbiene (Mining Bee, Andrena vaga)

Weidensandbiene (Mining Bee, Andrena vaga)Die Weidensandbiene ist in Nordrhein-Westfalen in ihrem Bestand gefährdet. Einer der Gründe dafür ist, dass die von diesen Wildbienen bevorzugten Lebensräume in dem Bundesland immer seltener werden. Insbesondere auf sandigen und lehmigen Flächen entlang von Flusstälern kommen die Tiere vor, aber auch an Wegrändern und mancherorts in Parks und Gärten. Zwischen elf und 14 Millimeter werden diese Bienen lang. Männchen sind in aller Regel ein wenig kleiner als Weibchen. Auf dem Kopf und dem Thorax (Brustteil) tragen die Tiere eine dichte, grauweiße Behaarung. Nur wenige Haare befinden sich auf dem schwarz gefärbten Hinterleib. Männchen sind unter anderem an ihrem grauweißen "Schnauzbart" zu erkennen, der bei den Weibchen fehlt. Die Flugzeit der Weidensandbiene beginnt im März und dauert bis in den Mai. Weil die Tiere vor allem an Weiden Pollen sammeln, tragen sie mit der Zeit leuchtend gelbe Pollenhosen an den hinteren Beinen.

  Weidensandbiene (Mining Bee, Andrena vaga)   Weidensandbiene (Mining Bee, Andrena vaga)  
  Foto: 24.03.2012,
Köln-Dellbrück
  Foto: 23.04.2012,
Köln-Dellbrück
 

Westliche Honigbiene (Western Honey Bee, Apis mellifera)

In Deutschland ist die Westliche Honigbiene eine häufig vorkommende Vertreterin aus der Gattung der Honigbienen (Apis). Das Verbreitungsgebiet der Westlichen Honigbiene erstreckt sich über Europa, Afrika und den Nahen Osten. Es existieren innerhalb dieses großen Areals 25 Unterarten, die als Bienenrassen bezeichnet werden. Für die Imkerei ist die Westliche Honigbiene von großer Bedeutung, denn sie liefert den begehrten Honig. Königinnen dieser Bienenart sind 15 bis 18 Millimeter lang, Drohnen messen 13 bis 16 Millimeter und Arbeiterinnen weisen eine Körperlänge von elf bis 13 Millimeter auf. Im warmen Sommerhalbjahr sind die Westlichen Honigbienen in der Natur häufig auf allerlei Blüten anzutreffen.

  Westliche Honigbiene (Western Honey Bee, Apis mellifera)   Westliche Honigbiene (Western Honey Bee, Apis mellifera)  
  Foto: 03.10.2011,
Köln-Dellbrück
  Foto: 03.10.2011,
Köln-Dellbrück
 

Zum Seitenanfang ↑

Unbestimmte Bienenarten

Einige der von mir beobachteten und fotografierten Bienenarten habe ich bisher leider nicht identifizieren können. Falls Sie bei der Bestimmung helfen können, würde ich mich über eine Benachrichtigung per E-Mail sehr freuen.

  TUnbestimmte Bienenart Nr. 1      
  Unbestimmte Bienenart Nr. 1,
Foto: 14.04.2012, Köln-Weidenpesch
     

Hummeln (Bumblebees, Bombus)

In der Systematik des Tierreichs bilden die Hummeln eine Gattung innerhalb der Familie der Bienen (Apidae). Hummeln leben für gewöhnlich sozial. Das heißt, sie bilden wie viele andere Bienen Staaten. Auf der ganzen Welt gibt es circa 250 Hummelarten, davon leben 70 in Europa und 36 in Deutschland. Aufgrund der Verluste ihrer Lebensräume sind manche Hummelarten in einigen Bundesländern bereits ausgestorben, deutschlandweit gelten derzeit 16 Spezies als vom Aussterben bedroht. Folgende Hummelarten finden Sie in diesem Kapitel in alphabetischer Reihenfolge:

· Ackerhummel (Common Carder Bumblebee, Bombus pascuorum)
· Angebundene Kuckuckshummel (Gypsy Cuckoo Bumblebee, Psithyrus bohemicus)
· Baumhummel (Tree Bumblebee, Bombus hypnorum)
· Dunkle Erdhummel (Buff-tailed Bumblebee, Bombus terrestris)
· Feld-Kuckuckshummel (Cuckoo Bumblebee, Bombus campestris)
· Gartenhummel (Garden Bumblebee, Bombus hortorum)
· Grashummel (Red Shanked Carder Bee, Bombus ruderarius)
· Keusche Kuckuckshummel (Vestal Cuckoo Bee, Bombus vestalis)
· Steinhummel (Red-tailed Bumblebee, Bombus lapidarius)

Ackerhummel (Common Carder Bumblebee, Bombus pascuorum)

Rund 15 Millimeter sind die Arbeiterinnen der Ackerhummel lang. Die Tiere tragen am Kopf und am Rücken des Brustteils (Thorax) einen rötlich-braunen Pelz. Der Hinterleib ist dunkel gefärbt und mit gelblichem bis cremefarbenem Pelz bedeckt. Die Beine dieser Insekten sind dunkel gefärbt. Nektar bildet die Nahrung dieser zierlichen Hummeln. Arbeiterinnen sind in der Zeit von Ende April bis Oktober in der Natur anzutreffen, Königinnen fliegen Anfang April bis Mitte Mai, Jungköniginnen sind von Mitte August bis Oktober draußen zu finden. In manchen Literaturquellen wird die Ackerhummel auch als Bombus pascuorum floralis bezeichnet.

  Ackerhummel (Common Carder Bumblebee, Bombus pascuorum)   Ackerhummel (Common Carder Bumblebee, Bombus pascuorum)  
   Foto: 02.10.2011,
Köln-Dünnwald
   Foto: 29.09.2011,
Köln-Eil
 

Angebundene Kuckuckshummel (Gypsy Cuckoo Bumblebee, Psithyrus bohemicus)

Angebundene Kuckuckshummel (Gypsy Cuckoo Bumblebee,  Psithyrus bohemicus)Ab circa Mitte April bis Mitte August findet in Mitteleuropa die Flugzeit der Angebundenen Kuckuckshummel statt. Weibchen dieser Hummelart erreichen eine Körperlänge von 23 bis 25 Millimeter, die Männchen werden nur 18 bis 18 Millimeter lang. Wie andere Kuckuckshummeln auch, ahmt diese Spezies das Aussehen derjenigen Tiere nach, in deren Nester sie sich einschleicht. Die Angebundene Kuckuckshummel parasitiert die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) recht ähnlich. Wie diese Art trägt auch die Angebundene Kuckuckshummel in aller Regel eine gelbe Querbinde im Brustbereich und der Hinterleib ist weißlich gefärbt. Bei vielen Individuen sind zudem Teile des Hinterleibs gelblich. Verglichen mit denen ihrer Wirtsart sind die Flügel der Angebundenen Kuckuckshummel ein wenig dunkler. Typische Lebensräume, in denen man diese Tiere beobachten kann, sind zum Beispiel blütenreiche Wiesen. Foto: 05.08.2013, Köln-Grengel

Zum Seitenanfang ↑

Baumhummel (Tree Bumblebee, Bombus hypnorum)

Baumhummel (Tree Bumblebee, Bombus hypnorum)Die Körperlänge der Königinnen der Baumhummeln beträgt 17 bis 20 Millimeter, sind zwischen acht und 18 Millimeter lang und die Drohnen (Männchen) bringen es auf eine Körperlänge von 14 bis 16 Millimeter. Der Brustbereich (Thorax) dieser Hummelart ist mit  orangebraunen bis schwarzen Haaren bedeckt, das Ende des Hinterleibs ist weiß behaart. Beobachten lassen sich diese Tiere beispielsweise in Parks, Gärten und lichten Wäldern sowie an Waldrändern. Von März bis August dauert die Flugzeit dieser Spezies. Foto: 14.06.2013, Köln-Brück

Dunkle Erdhummel (Buff-tailed Bumblebee, Bombus terrestris)

In Europa gehört die Dunkle Erdhummel zu den am häufigsten vorkommenden Hummeln. Sie ähnelt der Hellgelben Erdhummel (Bombus lucorum) sehr stark, weshalb die beiden Arten nur schwer zu unterscheiden sind. Da die Königinnen der Dunklen Erdhummel jedoch deutlich größer sind als die der verwandten Art, ist bei dem rechts gezeigten Tier eine Identifizierung möglich gewesen. Königinnen der Dunklen Erdhummel erreichen eine Körperlänge von 20 bis 28 Millimeter, Arbeiterinnen und Männchen sind etwas kleiner. Hinter dem dunklen Kopf weisen die Dunklen Erdhummeln einen kräftig gelb gefärbten Streifen auf, dahinter folgt ein schwarzer Bereich. Der Hinterleib schließt daran mit einem weiteren kräftig gelb gefärbten Streifen an, darauf folgt ein schwarzer Bereich und das Ende des Hinterleibs ist weiß gefärbt; die Beine sind schwarz. Von März bis Oktober sind diese Tiere in Gärten, an Waldrändern und auf Waldlichtungen, auf Ackerflächen und Grasland sowie auf Marschen und in Mooren anzutreffen. Weil die Königinnen die Nester unter der Erde anlegen, heißen die Tiere Erdhummeln. Die Dunkle Erdhummel wird von der Keuschen Kuckuckshummel (Bombus vestalis) parasitiert.

  Dunkle Erdhummel (Buff-tailed Bumblebee, Bombus terrestris), Königin   Weibliche Dunkle Erdhummel (Buff-tailed Bumblebee, Bombus terrestris)  
  Königin, Foto: 17.03.2012,
Köln-Brück
  Weibchen, Foto: 10.06.2012,
Köln-Brück
 

Feld-Kuckuckshummel (Cuckoo Bumblebee, Bombus campestris)

Männliche Feld-Kuckuckshummel (Cuckoo Bumblebee, Bombus campestris)In Deutschland und weiten Teilen Mitteleuropas ist die Feld-Kuckuckshummel häufig anzutreffen. Königinnen werden durchschnittlich 18 Millimeter groß, die Männchen sind nur 15 Millimeter lang. Schwarz ist die Grundfärbung dieser Tiere, sie sind dicht behaart. Das Ende des Hinterleibs ist bräunlich bis orangebräunlich behaart. Die Oberseite des Brustbereichs (Thorax) ist in der Mitte schwarz, außen liegen gelbliche bis orangegelbliche Bänder. Der Kopf ist meist ebenfalls gelblich bis orangegelblich behaart. Männchen weisen eher eine bräunliche Zeichnung auf. Zu den Arten, die von der Feld-Kuckuckshummel parasitiert werden, gehören unter anderem die Ackerhummel (Bombus pascuorum) und die Grashummel (Bombus ruderarius). Die Königinnen der Feld-Kuckuckshummeln dringen in die Nester der parasitierten Arten ein und übernehmen diese, indem sie die dort lebenden Königinnen töten oder unterwerfen. Etwa von Mitte Mai bis Ende Juli/Anfang August dauert die Flugzeit der Feld-Kuckuckshummeln. Sie kommen in blütenreichen Lebensräumen vor, also beispielsweise auf naturnahen Wiesen. Foto: 05.08.2013, Köln-Grengel

Zum Seitenanfang ↑

Gartenhummel (Garden Bumblebee, Bombus hortorum)

Gartenhummel (Garden Bumblebee, Bombus hortorum)Gartenhummeln sind in Deutschland weit verbreitet. Ihre Grundfärbung ist schwarz. Im vorderen und hinteren Bereich des Thorax tragen sie je eine Binde aus hellgelb gefärbten Haaren, darüber hinaus ist der Hinterleib an der Grenze zum Thorax hellgelb behaart. Der hintere Bereich des Hinterleibs ist weiß behaart. Die schwarzen Körperpartien sowie die Beine sind schwarz tragen schwarze Härchen. Königinnen erreichen eine Körperlänge von 18 bis 26 Millimeter. Arbeiterinnen sind elf bis 16 groß und Drohnen 13 bis 15 Millimeter. Bei den Königinnen beträgt die Flügelspannweite bis zu 40 Millimeter, die der Arbeiterinnen beläuft sich auf circa 30 Millimeter. An Waldrändern sowie auf Wiesen, die an Wälder grenzen, aber auch in Parks und Gärten ist die Gartenhummel heimisch. Von März bis Mai fliegen die Königinnen, von Anfang Mai bis Ende Juli dauert die Flugzeit der Arbeiterinnen. Drohnen können von Ende Juni bis Ende Juli in der Natur angetroffen werden. Foto: 07.06.2012, Köln-Brück

Grashummel (Red Shanked Carder Bee, Bombus ruderarius)

Männliche Grashummel (Red Shanked Carder Bee, Bombus ruderarius)In ganz Deutschland kann man an geeigneten Standorten die Grashummel beobachten. Königinnen erreichen eine Körperlänge von 16 bis 18 Millimeter, Arbeiterinnen werden neun bis 18 Millimeter lang und Männchen zwölf bis 14 Millimeter. Überwiegend schwarz sind diese Tiere gefärbt. Das Ende des Hinterleibs ist rötlichbraun bis gelblichbraun gefärbt. Bei manchen Männchen (Drohnen) befindet sich hinter dem Kopf ein gelber bis weißlicher Bereich, auch das hintere Ende des Brustteils und der vordere Bereich des Hinterleibs sind bei ihnen gelb bis weißlich gefärbt. Der Körper der Grashummel ist dicht schwarz behaart. Einige dieser Haare – diejenigen an den Hinterschienen – weisen eine rötliche Färbung auf. Bei alten Hummeln sind sie gelborange gefärbt. Zwischen 50 und 100 Tiere bilden ein Volk, das Nest liegt oft unter dichtem Gras oder Moospolstern. Typische Lebensräume dieser Hummelart sind offene Landschaften. Ab Mitte April fliegen die Königinnen, nachdem sie überwintert haben. Ab Juli fliegen Arbeiterinnen und Männchen, die Grashummel fliegt jährlich in nur einer Generation. Foto: 04.08.2012, Köln-Brück

Keusche Kuckuckshummel (Vestal Cuckoo Bee, Bombus vestalis)

Keusche Kuckuckshummel (Vestal Cuckoo Bee, Bombus vestalis)Die Keusche Kuckuckshummel gehört zu den Hummelarten, die andere Spezies parasitieren. Das Wirtstier ist in diesem Fall die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris). Um beim Eindringen in das Nest dieser Art nicht aufzufallen, sehen weibliche Keusche Kuckuckshummeln der Wirtsspezies sehr ähnlich. 20 bis 22 Millimeter werden Weibchen lang, Männchen sind nur 15 bis 17 Millimeter groß. Schwarz ist die Grundfärbung der Keuschen Kuckuckshummel. Der Hinterleib ist am Ende weiß behaart, an den Seiten kann dieser weiße Bereich zur Körpermitte hin ein wenig gelblich sein. Direkt hinter dem Kopf befindet sich ein gelber Bereich, den auch die Dunkle Erdhummel aufweist, ebenso wie den weißen Hinterleib. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal der Kuckuckshummel und ihrer Wirtsart ist das Fehlen der zweiten gelben Querbinde knapp hinter der Körpermitte, dort ist die Keusche Kuckuckshummel schwarz gefärbt. Von April an fliegen Weibchen, die überwintert haben. Junge Weibchen sind in der Natur ab Ende Juli zu finden, die Männchen fliegen ab Mitte Juli. Sobald im Herbst die ersten frostigen Nächte anstehen, sterben viele der Hummeln; einige Weibchen überwintern. Foto: 02.10.2011, Köln-Dünnwald

Steinhummel (Red-tailed Bumblebee, Bombus lapidarius)

Weibliche Steinhummel (Red-tailed Bumblebee, Bombus lapidarius)Arbeiterinnen der Steinhummel erreichen eine Körperlänge von zwölf bis 16 Millimeter, Drohnen werden zwischen 14 und 16 Millimeter groß und 20 bis 22 Millimeter Körperlänge weisen Königinnen dieser Hummelart auf. Der Körper der weiblichen Steinhummeln ist weitestgehend schwarz gefärbt, der Hinterleib ist braunrot gefärbt. Männliche Tiere sind an einer gelben Binde auf der Brust zu erkennen. Der deutsche Name der Art rührt daher, dass die Tiere ihre Nester gern unter Steinhaufen oder Mauern bauen. Nektar bildet die Nahrung der Steinhummeln, besonders gern mögen sie den süßen Pflanzensaft von Taubnesseln und diversen Kleearten. Arbeiterinnen fliegen in der Natur in der Zeit von Ende April bis Ende September. Die Steinhummel ist das "Insekt des Jahres 2005" gewesen. Foto: 29.09.2011, Köln-Eil

 

Zum Seitenanfang ↑

 

Weitere Informationen:

Koordinaten von Köln: 50.93606613, 6.95893764
 

Interessante Internetseiten:

Hymenoptera.de (Hummeln, Wespen, Bienen, Hornissen)

Naturgucker.de