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Vögel in Venezuela - Teil 3

Folgende Vogelarten werden in diesem Kapitel beschrieben:

· Gelbbauchspelzer oder Gelbbauchpäffchen (Yellow-bellied Seedeater, Sporophila nigricollis)
· Gelbkinn-Riedschlüpfer oder Gelbkehlschlüpfer (Yellow-chinned Spinetail, Certhiaxis cinnamomeus)
· Gelbkopfkarakara (Yellow-headed Caracara, Milvago chimachima)
· Wachtelammer (Grassland Sparrow, Ammodramus humeralis)
· Glattschnabelani (Smooth-billed Ani, Crotophaga ani)
· Glitzerkehlamazilie (Glittering-throated Emerald, Amazilia fimbriata)
· Goldhähnchen-Waldsänger (Golden-crowned Warbler, Basileuterus culicivorus cabanisi)
· Graukopftangare (Gray-headed Tanager, Eucometis penicillata cristata)
· Brasilsaltator oder Grausaltator (Greyish Saltator, Saltator coerulescens brewsteri)
· Grauwangen-Baumsteiger (Plain-brown Woodcreeper, Dendrocincla fuliginosa)

Gelbbauchspelzer oder Gelbbauchpäffchen (Yellow-bellied Seedeater, Sporophila nigricollis)

Nur etwa elf Zentimeter ist der Gelbbauchspelzer groß. Diese Vögel haben einen schmalen Körperbau und wirken deshalb sehr zierlich. In ihrem Aussehen unterscheiden sich die beiden Geschlechter. Bei den Weibchen sind die Federn unscheinbar braun gefärbt, wobei sie auf der Oberseite des Körpers dunkler sind als auf der Unterseite. Der Schnabel und die Beine sind bei ihnen dunkelgrau. Männchen haben am Kopf schwarze Federn; an der Kehle und an der oberen Brust sowie im Nacken sind sie ebenfalls schwarz. Am Rücken, an den Flügeln und am Schwanz (Ober- und Unterseite) ist das Gefieder grau gefärbt. Brust und Bauch tragen weißlichgelbe bis cremeweiße Federn, an den Flanken ist das Gefieder unregelmäßig schwarz gefleckt. Dunkelgrau sind die Beine, der Schnabel ist bei den Männchen hellgrau. In Grasland und auf grasreichen Lichtungen sind Gelbbauchspelzer anzutreffen. Sie ernähren sich von feinen Pflanzensamen. In Venezuela lebt diese Spezies in einigen Gebieten im Nordwesten des Landes, im Nordosten sowie im zentralen Landesteil und abschnittsweise auch im Süden.

  Weiblicher Gelbbauchspelzer (Yellow-bellied Seedeater, Sporophila nigricollis)   Männlicher Gelbbauchspelzer (Yellow-bellied Seedeater, Sporophila nigricollis)  
  Weibchen, Foto: 22.04.2013,
Casa Maria, Nähe Bejuma
  Männchen, Foto: 18.04.2013,
Canoabo
 

Gelbkinn-Riedschlüpfer oder Gelbkehlschlüpfer (Yellow-chinned Spinetail, Certhiaxis cinnamomeus)

Gelbkinn-Riedschlüpfer oder Gelbkehlschlüpfer (Yellow-chinned Spinetail, Certhiaxis cinnamomeus)Der Gelbkinn-Riedschlüpfer hat eine Körperlänge von 15 Zentimetern. Der Schwanz dieser Spezies ist recht lang. Auf der Oberseite ist das Gefieder rötlichbraun gefärbt, die Federn an der Stirn sind graubraun. Auf der Unterseite des Körpers und an der Kehle ist das Gefieder hellgrau gefärbt. Am Kinn befindet sich ein gelber Fleck. Typisch für die Spezies ist auch der dunkle Augenstreif mit einem feinen hellgrauen Überaugenstreif. Die Wangen sind hellgrau, der Schnabel ist schwarz und die Beine sind hellgrau gefärbt. Meist trifft man diese Vögel einzeln an, mitunter halten sie sich in losen Verbänden mit mehreren anderen Artgenossen auf. Im nördlichen Venezuela sind Gelbkinn-Riedschlüpfer bis in Höhenlagen von 500 Meter heimisch. Sie leben in feuchtem Grasland. Foto: 18.04.2013, Nähe Canoabo

Gelbkopfkarakara (Yellow-headed Caracara, Milvago chimachima)

Jugendlicher Gelbkopfkarakara (Yellow-headed Caracara, Milvago chimachima)Die Körpergröße des Gelbkopfkarakaras beläuft sich meist auf 41 Zentimeter, manche Individuen sind sogar bis zu 46 Zentimeter groß. Am Kopf und Nacken sowie auf der Unterseite des Körpers sind die Federn erwachsener Exemplare gelblich bis cremefarben, ihre Flügel sind dunkelbraun. Typisch für die Spezies ist, dass sich von den Augen bis zum Hinterkopf je ein feiner, dunkelbrauner Streif erstreckt. Leuchtend gelb ist die Wachshaut (Nasenhaut) gefärbt. Dies gilt ebenso für die unbefiederten Bereiche des Gesichtes. Der Schnabel und die Beine sind hellblau bis grünlich, der Schwanz ist cremefarben mit einigen dunklen Streifen. Er schließt mit einem auffälligen breiten, schwarzen Streif ab, der mit einem sehr feinen, hellen Saum versehen ist. Bei jugendlichen Vögeln sind die Federn braun, ihr Gefieder weist außerdem ein helles, unregelmäßiges Fleckenmuster auf. Reptilien, Mäuse und Insekten stehen auf dem Speiseplan dieser Vogelart. Gern halten sich diese Vögel auf landwirtschaftlichen Flächen oder in weitläufigen, offenen beziehungsweise halb offenen Landschaften auf. Nahezu in ganz Venezuela ist der Gelbkopfkarakara verbreitet. Lediglich in den sehr weit südlichen Teilen des Staates Amazonas ist er vermutlich nicht heimisch. Foto: 23.04.2013, Cuare-Schutzgebiet

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Wachtelammer (Grassland Sparrow, Ammodramus humeralis)

Wachtelammer (Grassland Sparrow, Ammodramus humeralis)Mit ihrer Körpergröße von nur 13 Zentimetern ist die Wachtelammer recht zierlich. Ihr Gefieder ist auf den ersten Blick sehr schlicht. Auf der Oberseite sind die Federn dunkelgraubraun gefärbt, auf der Unterseite des Körpers sind sie hellgrau bis hellgraubraun. An den Flügeln befinden sich gelbliche Bereiche und ein breiter Bogen über den Augen ist ebenfalls gelb gefärbt; die Federn an den Wangen sind bräunlich und weißlich. An der Kehle zeigt sich das Gefieder in einem zarten Weißton. Die Beine sind grau, der Schnabel ist dunkelgrau und die Iris dunkelbraun gefärbt. Meist halten sich die Vögel auf dem Boden auf. Sie bevorzugen als Lebensraum offene Graslandschaften. Sie kommen im Tiefland und bis in Höhenlagen von rund 1.100 Meter vor. Foto: 22.04.2013, Cerro San Isidro, Carabobo

Glattschnabelani (Smooth-billed Ani, Crotophaga ani)

Glattschnabelani (Smooth-billed Ani, Crotophaga ani)Bis zu 35 Zentimeter beträgt die Körperlänge der Glattschnabelanis. Von den beiden nahe verwandten anderen Ani-Arten, die ebenfalls in Venezuela vorkommen, lassen sie sich anhand ihres schmalen, hohen und glatten Oberschnabels unterscheiden. Der Schnabel ist dunkelgrau bis schwarz, ebenso wie das Gefieder dieser Vögel. An Kopf und Nacken schimmern die Federn ein wenig bronzefarben, am restlichen Körper fehlt dieser Farbhauch. Anis sind gesellige Tiere, die sich gern zu kleinen Gruppen zusammenschließen. Bevorzugte Lebensräume sind offene Graslandschaften, Weiden und Wiesen. Dort finden die Vögel Samen und Körner, die ihre hauptsächliche Nahrung bilden. In Venezuela sind sie im gesamten Land in allen Höhenlagen von der Küste bis in die Anden anzutreffen. Foto: 18.04.2013, Canoabo 

Glitzerkehlamazilie (Glittering-throated Emerald, Amazilia fimbriata)

Glitzerkehlamazilie (Glittering-throated Emerald, Amazilia fimbriata)Die Glitzerkehlamazilie ist 8,4 Zentimeter groß. Am Kopf und auf der Oberseite des Körpers sind die Federn grün, dies gilt ebenso für die Flügel und den Schwanz. Wie für die meisten Kolibris typisch, zeigt das Gefieder einen metallischen Glanz. An der Kehle und an der oberen Brust tragen die Tiere blaugrüne Federn, an den Flanken sind sie grünlich gefärbt. Das Gefieder ist am Bauch und in der Kloakengegend weiß. Rot bis rotschwarz ist der lange, an der Spitze leicht nach unten gebogene Schnabel gefärbt. Hinter den Augen befindet sich je ein kleiner, weißer Fleck. In nahezu ganz Venezuela sind diese Vögel an den Rändern trockener bis feuchter Wälder beheimatet. In parkähnlichen Anlagen, Gärten und halb offenem Grasland mit Bäumen und Büschen kann man sie ebenfalls antreffen. Lediglich im Nordwesten Venezuelas kommt die Glitzerkehlamazilie nicht vor. Foto: 22.04.2013, Casa Maria, Nähe Bejuma

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Goldhähnchen-Waldsänger (Golden-crowned Warbler, Basileuterus culicivorus cabanisi)

Etwa 12,7 Zentimeter beträgt die Körperlänge des Goldhähnchen-Waldsängers. Die zierlichen Vögel sind auf der Körperoberseite grau, graugrün oder hellbraun gefärbt. An der Kehle und auf der Körperunterseite sind sie leuchtend gelb. Ein hellgrauer bis weißlicher, breiter Überaugenstreif und ein gelber Streif auf dem Kopf sind die Erkennungsmerkmale dieser Tiere. Weibchen sind matter gefärbt als die Männchen. Meist sind Goldhähnchen-Waldsänger paarweise oder in kleinen Familiengruppen zu beobachten. Ihr Lebensraum ist in feuchten bis halbfeuchten Wäldern. Geschickt turnen sie durch das Geäst, um ihre Beute aufzuschrecken und dann im Flug zu jagen. Sie ernähren sich von kleinen Insekten und Spinnentieren. Verbreitet sind sie in Venezuela nur in einigen Teilen des Landes, sie kommen stellenweise bis in Höhenlagen von 2.100 Meter vor.

  Goldhähnchen-Waldsänger (Golden-crowned Warbler, Basileuterus culicivorus cabanisi)   Goldhähnchen-Waldsänger (Golden-crowned Warbler, Basileuterus culicivorus cabanisi)  
  Foto: 19.04.2013,
Casa Maria, Nähe Bejuma
  Foto: 17.04.2013,
Casa Maria, Nähe Bejuma
 

Graukopftangare (Gray-headed Tanager, Eucometis penicillata cristata)

Graukopftangare (Gray-headed Tanager, Eucometis penicillata cristata)Circa 16 Zentimeter, in einigen Fällen sogar bis zu 18,5 Zentimeter sind Graukopftangaren groß. Der deutsche Name lässt es bereits vermuten: Am Kopf ist das Federkleid dieser Vögel grau gefärbt. Im Nacken und an der Kehle sind die Federn ebenfalls grau. Die Oberseite des Körpers trägt olivgrün gefärbte Federn, auf der Körperunterseite ist das Gefieder gelblichgrün. Schwarz ist der Schnabel, die Beine und Füße sind dunkel fleischfarben und die Iris ist rötlichbraun. Ihren Lebensraum durchstreifen Graukopftangaren meist paarweise oder in Gruppen. Sie bewohnen in Venezuela verschiedene Lebensräume, unter anderem feuchte Wälder mit viel Unterholz oder offene, feuchte Gebiete im Tiefland. Insekten und Ameisen sowie Früchte wie Beeren stehen auf dem Speiseplan dieser Vogelart. Nur in Teilen des nordwestlichen Venezuelas und stellenweise von Falcón bis Miranda und in Cojedes sowie Guárico ist die Graukopftangare heimisch. Foto: 22.04.2013, Casa Maria, Nähe Bejuma

Brasilsaltator oder Grausaltator (Greyish Saltator, Saltator coerulescens brewsteri)

Brasilsaltator oder Grausaltator (Greyish Saltator, Saltator coerulescens brewsteri)In eher trockenen Landschaften mit Gebüschen sowie in halb offenen Waldarealen kommt der Grausaltator vor. Ferner lebt er in Galeriewäldern und an den Rändern feuchter Wälder sowie auf buschreichen Weiden. Etwa 20 Zentimeter sind diese Vögel groß und man kann sie meist paarweise beobachten. Auf der Körperoberseite ist das Gefieder dieser Vogelspezies schiefergrau gefärbt, stellenweise auch bräunlich. Am Bauch sind die Federn hellgrau und am Kopf schieferfarben. Die Färbung der Federn am Bauch geht zum Kloakenbereich hin in einen hellen Zimtton über. Typisch für den Brasilsaltator ist ein weißer Fleck an der Kehle. Früchte bilden die Hauptnahrung dieser Vögel. Foto: 21.04.2013, Nähe San Pablo, Yarakuy

Grauwangen-Baumsteiger (Plain-brown Woodcreeper, Dendrocincla fuliginosa)

Grauwangen-Baumsteiger (Plain-brown Woodcreeper, Dendrocincla fuliginosa)Rund 22 Zentimeter ist der Grauwangen-Baumsteiger groß. Das Gefieder dieser Vögel ist sehr schlicht gefärbt. Am  Kopf, im Nacken, am Rücken und an den Schultern sind die Federn grau bis graubraun gefärbt, die Flügel und die Oberseite des Schwanzes sind braun bis rötlichbraun. Brust und Bauch tragen bräunlich gefärbte Federn. Rund um die Augen und an den Wangen ist das Gefieder grau. Variabel ist der Schnabel gefärbt. Er kann schwarz bis gelblich sein. Der Oberschnabel ist ein wenig länger als der Unterschnabel; außerdem ist er an der Spitze ein wenig nach unten gebogen. Mit den langen, kräftigen Zehen können sich Grauwangen-Baumsteiger gut an Baumstämmen festhalten,die sie mühelos erklimmen, um die Rinde nach Nahrung abzusuchen. Vor allem Ameisen stehen auf dem Speiseplan dieser Vögel. In Venezuela kommen Grauwangen-Baumsteiger in fast allen Landesteilen vor. Die Vögel sind in verschiedenen Habitaten anzutreffen, darunter beispielsweise eher trockene Wälder, feuchte Wälder und Galeriewälder sowie Kakaoplantagen. Foto: 22.04.2013, Casa Maria, Nähe Bejuma

 

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