Extremadura

Startseite

· Extremadura allgemein
· Kulinarisches
· Reisetipps
· Cabañas del Castillo
· Cáceres
· Dehesas und Flüsse
· Kloster in Guadalupe
· La Serena
· Llanos (Ebenen)
· Monfragüe-Nationalpark
· Sierra de San Pedro
· Trujillo
· Tiere
· Vögel
· Pflanzen
  · Teil 1
  · Teil 2
  · Teil 3
  · Teil 4
· Literatur & Linktipps

Pflanzen der Extremadura - Teil 2

Auf dieser Seite finden Sie Artenporträts und Fotos der unten in alphabetischer Reihenfolge aufgelisteten Pflanzen. Um zu den einzelnen Abbildungen und Beschreibungen zu gelangen, klicken Sie bitte auf den Namen der jeweiligen Art.

· Reifrocknarzisse (Reifrocknarzisse, Narcissus bulbocodium)
· Scheinkrokus (Large-flowered Sand Crocus, Romulea bulbocodium)
· Schopflavendel (French Lavender, Lavandula stoechas)
· Spanisches Hasenglöckchen (Spanish Bluebell, Scilla hispanica)
· Spritzgurke (Squirting Cumcumber, Ecballium elaterium)
· Steineiche (Holly Oak, Quercus ilex)
· Vielblütiger Ginster (White Spanish Broom, Cytisus multiflorus)
· Weicher Storchschnabel (Dovefoot, Geranium molle)
· Wenignervige Osterluzei (Green-flowered Birthwort, Aristolochia paucinervis)
· Wespen-Ragwurz (Sawfly Ophrys, Ophrys tenthredinifera)
· Weißliche Zistrose (Grey-leaved Rockrose, Cistus albidus)

Reifrocknarzisse (Hoop-petticoat Daffodil, Narcissus bulbocodium)

Reifrocknarzisse (Hoop-petticoat Daffodil, Narcissus bulbocodium)Auf der Iberischen Halbinsel, in Südfrankreich und in Marokko ist die Reifrocknarzisse heimisch. Diese zu den Amaryllidaceae (Narzissengewächsen) gehörende Pflanzenart enthält in ihren Zwiebeln giftige Alkaloide. Dunkelgrün und grasähnlich sind die bis zu zwölf Zentimeter langen Blätter dieser Pflanzenart, die Wuchshöhe kann insgesamt 15 Zentimeter betragen. Die Blüten sind trompetenförmig und von einer leuchtend gelben Färbung. In der Zeit von März bis April stehen die Reifrocknarzissen in Blüte. Vor allem auf alpinen Wiesen ist die Art anzutreffen, sie gedeiht noch in großer Höhe, also beispielsweise im Hohen Atlas in Marokko. Foto: 31.03.2009, Monfragüe-Nationalpark

Scheinkrokus (Large-flowered Sand Crocus, Romulea bulbocodium)

Scheinkrokus (Large-flowered Sand Crocus, Romulea bulbocodium)Sehr zeitig im Jahr, also bereits ab Februar bis in den April, sind die Blüten dieses Frühblühers auf Fels- und Grasfluren zu sehen. Die Hauptblütezeit der Scheinkrokusse fällt in den Monat März. Zwischen zwei und zehn Zentimeter beträgt die Wuchshöhe der Pflanzenart. Ihre Blätter sind bis zu acht Zentimeter lang, nur wenige Millimeter breit und dunkelgrün gefärbt. Violett bis weißlich ist die Färbung der sechs Blütenblätter, die Staubgefäße und die Narbe sind leuchtend gelb gefärbt; sie überragen die Blüten ein wenig. Dunkle Streifen zieren die einzelnen Blütenblätter. Zwischen zwei und 3,5 Zentimeter sind die Blüten lang. In der Extremadura kommen einige weitere Romulea-Arten vor, dies gilt auch für den gesamten restlichen Mittelmeerraum. Vor allem in den Gebirgen rund um das Mittelmeer finden sich etliche endemische, also nur an diesen Standorten vorkommende Spezies. Foto: 03.03.2006, Monfragüe-Nationalpark

Schopflavendel (French Lavender, Lavandula stoechas)

Schopflavendel (French Lavender, Lavandula stoechas)Recht früh im Jahr blüht der Schopflavendel, der die Landschaft der Extremadura bereits im März mit ersten Blüten verschönert. Im Juni ist die Blütezeit dieser hübschen Pflanzenart. Der Schopflavendel bildet kleine Sträucher, die zwischen 30 und 100 Zentimeter hoch werden können. Sie verströmen einen aromatischen Duft, der für Lavendelarten typisch ist. Graugrün gefärbt, nadelförmig und am Rand eingerollt sind die Blätter. Zerreibt man sie zwischen den Fingern, ist der Lavendelduft noch deutlicher wahrzunehmen. Lange Stiele tragen kleine, dunkelviolett gefärbte Scheinähren, aus denen die Blüten wachsen. Die Blüten selbst sind ebenfalls dunkelviolett gefärbt und zweilippig. Ihre Hochblätter sind hellviolett gefärbt. Sie dienen dazu, Insekten anzulocken und haben darüber hinaus keine weitere Funktion. Typische Standorte des Schopflavendels sind lichte Macchien und Felsfluren bis in Gebirgslagen. Foto: 31.03.2009, Monfragüe-Nationalpark

 Zum Seitenanfang ↑

Spanisches Hasenglöckchen (Spanish Bluebell, Scilla hispanica)

Spanisches Hasenglöckchen (Spanish Bluebell, Scilla hispanica)Das Spanische Hasenglöckchen, auch als Spanisches Scilla bezeichnet, gehört zu den Hyazinthengewächsen und ist eine Zwiebelpflanze. Es kommt vor allem auf der Iberischen Halbinsel sowie ebenfalls in Italien, Frankreich und in Teilen Großbritanniens in der Natur vor. Außerdem ist die Art als Gartenpflanze beliebt. Ihre Wuchshöhe beträgt meist rund 15 bis 60 Zentimeter. Länglich und mittel- bis dunkelgrün sind die Blätter, sie liegen meist dicht über dem Boden. In einem traubigen Blütenstand befinden sich etliche Einzelblüten, die zu allen Seiten weisen. Oben sind die Blüten oftmals etwas aufrechter als unten. Die Blütenfarbe dieser Pflanzenart ist bläulich, weißlich oder rosa. Meist blüht das Spanische Hasenglöckchen im Mai, doch oft sind schon ab April erste Blüten zu finden. Halbschattige Standorte, die nicht zu trocken sind, also beispielsweise Wälder oder Gebüsche, sind bevorzugte Standorte des Spanischen Hasenglöckchens. Foto: 31.03.2009, Monfragüe-Nationalpark

Spritzgurke (Squirting Cumcumber, Ecballium elaterium)

Spritzgurke (Squirting Cumcumber, Ecballium elaterium)Eine für den Mittelmeerraum typische Pflanze ist die Spritzgurke. Sie ist von niedrigem Wuchs, ihre Stängel sind dick, fleischig und sie tragen abstehende Haare. Die Länge der Stängel kann zwischen 20 und 50 Zentimeter betragen. Maximal etwa 13 Zentimeter lang sind die Blattstiele. Auf der Innenseite sind die Blätter stark behaart. Die Blüten sind weißlich bis zartgelb gefärbt. Ihren Namen trägt die Spritzgurke aufgrund ihrer bemerkenswerten Art, ihre Samen zu verteilen: Reife Früchte, die aussehen wie kleine, behaarte Gurken, sind mit Flüssigkeit gefüllt und stehen unter Druck. Berührt man sie, reißen sie vom Stiel ab und verspritzen in einer explosionsartigen Entladung ihr flüssiges Inneres mitsamt den darin enthaltenen Samen. Typische Standorte der Spritzgurke sind Schuttplätze, sandige Flächen und Brachland. Manche Literaturquellen bezeichnen diese Pflanzenart auch als Eselsgurke. Foto: 30.03.2009, Trujillo

Steineiche (Holly Oak, Quercus ilex)

Steineichen sind immergrüne Laubbäume aus der Familie der Buchengewächse. Sie gehört innerhalb der Familie zur Gruppe der Zerreichen. Zwischen fünf und 20 Meter werden Steineichen hoch. Die Bäume können über 200 Jahre alt werden, sogar 500 Jahre alte Steineichen soll es geben. In den Monaten April und Mai blühen die Bäume, die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Bis zum Herbst bilden sich aus den befruchteten Blüten die Früchte der Steineichen: die Eicheln. Wenn diese im Herbst herab fallen, bilden sie für viele Tiere eine sichere Nahrungsquelle. So ernähren sich in der Extremadura zum Beispiel die Iberischen Schweine, die vom Menschen gehalten werden, sowie die in der Region überwinternden Kraniche von Eicheln.

Steineiche (Holly Oak, Quercus ilex) Blüten der Steineiche (Holly Oak, Quercus ilex)
  Foto: 03.03.2006,
Monfragüe-Nationalpark
  Blüten, Foto: 31.03.2009,
Monfragüe-Nationalpark
 

 Zum Seitenanfang ↑

Vielblütiger Ginster (White Spanish Broom, Cytisus multiflorus)

Vielblütiger Ginster (White Spanish Broom, Cytisus multiflorus)Spanien und Portugal sind die ursprüngliche Heimat des Vielblütigen Ginsters, der als Zierpflanze auch nach Mitteleuropa eingeführt worden ist. In manchen Literaturquellen wird die Art als Vielblütiger Geißklee bezeichnet. Dieser Strauch kann bis zu vier Meter groß werden. Er ist in vielen verschiedenen Lebensräumen anzutreffen, er gedeiht beispielsweise an Flussufern. Dies gilt auch für das in diesem Absatz gezeigte Exemplar der Pflanzenart. Auf Weideflächen und an Trockenhängen kann man diese Spezies ebenfalls finden. Im Frühling bildet diese Geißklee-Art zahlreiche kleine weiße Blüten. Foto: 31.03.2009, Río Almonte westlich von Jaraicejo

Weicher Storchschnabel (Dovefoot, Geranium molle)

Diese fünf bis 40 Zentimeter hohe Pflanzenart ist leicht an ihrer zarten Behaarung zu erkennen. Ganz geöffnete Blüten sind tellerförmig, weil die Blütenblätter fast waagerecht zur Seite stehen. Sie sind purpurrot bis rosa, selten weiß gefärbt und haben einen Durchmesser von fünf bis zehn Millimeter. In drei bis fünf Abschnitte sind die Blätter geteilt, wobei jeder dieser Abschnitte wiederum aus drei Lappen besteht. Auf offenen Weideflächen, an Wegrändern, auf Ödland und sogar auf Sanddünen kann man diese Pflanzenart finden. Mitunter gedeiht sie auch auf Rasenflächen. Sie ist einjährig und kommt in ihrem Verbreitungsgebiet, das sich über nahezu ganz Mittel- und SüdEuropa erstreckt, nicht so häufig vor wie andere Storchschnabelarten.

Weicher Storchschnabel (Dovefoot, Geranium molle) Weicher Storchschnabel (Dovefoot, Geranium molle)
  Foto: 03.03.2006,
Umland von Trujillo
  Foto: 03.03.2006,
Umland von Trujillo
 

Wenignervige Osterluzei (Green-flowered Birthwort, Aristolochia paucinervis)

Wenignervige Osterluzei (Green-flowered Birthwort, Aristolochia paucinervis)Pfeifenblumen gehören zur Gattung der Osterluzeigewächse. Es kommen insgesamt etwa 500 Arten in dieser Gattung vor, in der Extremadura kann man an manchen Stellen Aristolochia paucinervis, auf Deutsch Wenignervige Osterluzei, antreffen. Es handelt sich dabei um eine immergrüne Pflanze mit grünlichblauen Blättern, die herzförmig sind und wechselständig wachsen. Die Blüten sind wenige Zentimeter lang und außen unauffällig hell gefärbt. Aus den Wurzeln dieser Pflanzenart wird ein Extrakt gewonnen, der gegen Bakterien namens Helicobacter pylori wirksam sein soll, die den Magen mancher Menschen besiedeln und zu Geschwüren führen können. Foto: 31.03.2009, Monfragüe-Nationalpark

 Zum Seitenanfang ↑

Wespen-Ragwurz (Sawfly Ophrys, Ophrys tenthredinifera)

Wespen-Ragwurz (Sawfly Ophrys, Ophrys tenthredinifera)In der Zeit von Mitte März bis Mai blüht im Mittelmeerraum die Wespen-Ragwurz. Bei dieser Orchidee handelt es sich um eine mehrjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von zehn bis 30 Zentimeter erreichen kann. Der Blütenstand kann bis zu zwölf Zentimeter lang werden und er trägt bis zu zehn einzelne Blüten, mitunter auch nur eine. Die Kelchblätter der Blüten sind bei dieser hübschen Pflanzenart rot bis rosa gefärbt. Dicht behaart und gelb bis braun gefärbt ist die Lippe, ihr Zentrum ist rot bis schwarzbraun gezeichnet. Offene mediterrane Strauchheidelandschaften, sogenannte Garriguen, sowie lichte Kiefernwälder, Magerrasen und Macchien (immergrüne Buschlandschaft) sind typische Standorte der Wespen-Ragwurz. Foto: 01.04.2009, Sierra de San Pedro

Weißliche Zistrose (Grey-leaved Rockrose, Cistus albidus)

Weißliche Zistrose (Grey-leaved Rockrose, Cistus albidus)Die Weißliche Zistrose ist ein Strauch, der eine Wuchshöhe von 40 bis 150 Zentimeter erreichen kann. Ihre Blätter sind zwei bis fünf Zentimeter lang und wechselständig angeordnet. Aufgrund der filzige, weißlichen Behaarung der Blätter hat diese Zistrosenart ihren Namen erhalten. Rosarot mit leichtem Blaustich sind die Kronblätter der gefärbt, in der Mitte der Blüten befinden sich gelbe Staubgefäße. Von April bis Juni erstreckt sich die Blütezeit dieser Pflanzenart. Sie kommt in verschiedenen Landschaftsformen, darunter in lichten offenen Wäldern und auf Macchien, vor. Foto: 02.04.2009, Umland von Trujillo

Unbestimmte Pflanzen

Unbestimmte Pflanzenart Nr. 1 Unbestimmte Pflanze Nr. 2
  Unbestimmte Pflanzenart Nr. 1,
Foto: 03.03.2006, Llanos de Belén
  Unbestimmte Pflanzenart Nr. 2,
Foto: 03.03.2006, Llanos de Belén
 

 Zum Seitenanfang ↑

Unbestimmte Pflanze Nr. 3   Unbestimmte Pflanze Nr. 4
  Unbestimmte Pflanze Nr. 3,
03.03.2006, Llanos de Belén
  Unbestimmte Pflanze Nr. 4,
Foto: 03.03.2006, Umland von Trujillo
 

Unbestimmte Pflanze Nr. 5, Cistus sp. Unbestimmte Pflanze Nr. 6
  Unbestimmte Pflanze Nr. 5, Cistus sp.,
01.04.2009, Sierra de San Pedro
  Unbestimmte Pflanze Nr. 6,
30.03.2009, Trujillo
 

Unbestimmte Pflanze Nr. 7 Unbestimmte Pflanze Nr. 8
  Unbestimmte Pflanze Nr. 7,
03.03.2006, Monfragüe-Nationalpark
  Unbestimmte Pflanze Nr. 8,
Foto: 03.03.2006, Monfragüe-Nationalpark
 

 

 Zum Seitenanfang ↑