Fotoreiseberichte.de - Kurzurlaube - Greetsiel

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Kurzurlaube: Greetsiel - Vögel - Teil 2

Achtung, zu dieser Seite gibt es eine überarbeitete Version, die Sie hier finden.

Folgende Vogelarten finden Sie in diesem Kapitel:

· Graugans (Greylag Goose, Anser anser)
· Graureiher (Grey Heron, Ardea cinerea cinerea)
· Großer Brachvogel (Western Curlew, Numenius arquata)
· Haussperling (House Sparrow, Passer domesticus)
· Kiebitz (Northern Lapwing, Vanellus vanellus)
· Kormoran (Great Cormorant, Phalacrocorax carbo carbo)
· Krickente (Green-winged Teal, Anas crecca)
· Lachmöwe (Common Black-headed Gull, Chroicocephalus ridibundus)
· Löffelente (Northern Shoveller, Anas clypeata)
· Mäusebussard (Common Buzzard, Buteo buteo)

Graugans (Greylag Goose, Anser anser)

Graugänse (Greylag Goose, Anser anser)Graugänse sind in Deutschland weit verbreitet, sie gehören nicht nur hierzulande, sondern in ganz in Europa zu den häufigsten Wasservögeln. Zwischen 75 und 90 Zentimeter kann die Körperlänge dieser Vögel betragen. Am Kopf und Hals sowie im Nacken sind die Federn braungrau gefärbt, die Flügel sind dunkelgrau. Brust und Bauch sind hell graubraun, der hintere Bereich des Bauches ist weiß. Auch einige Abschnitte des Schwanzes sind weiß gefärbt, der Rest des Schwanzes ist dunkelbraun. An den Flanken tragen Graugänse ein dunkles Streifenmuster, am langen Hals ist ebenfalls ein solches Muster vorhanden. Auf den Flügeln befinden sich einige helle Streifen. Der klobige Schnabel ist rotorange gefärbt, die Beine und Füße sind ebenfalls rotorange. Graugänse halten sich meist in größeren Gruppen - oft in Gesellschaft anderer Gänsearten - auf weitläufigen Wiesen und abgeernteten Äckern auf, wo sie gemeinsam nach Nahrung suchen. Sie ernähren sich von pflanzlicher Kost. Viele Graugänse brüten in Deutschland und ziehen im Winter in den Süden. Aus nördlicheren Regionen kommen ziehende Graugänse nach Mitteleuropa, sodass man diese Vögel das ganze Jahr über in Deutschland beobachten kann. Foto: 30.10.2012, NSG Leyhörn/Krummhörn

Graureiher (Grey Heron, Ardea cinerea cinerea)

Graureiher (Grey Heron, Ardea cinerea cinerea)Circa 90 Zentimeter können Graureiher groß werden. Ihre Flügelspannweite beläuft sich auf rund 1,7 Meter. Damit sind sie allein schon aufgrund ihrer Körpergröße recht auffällige Erscheinungen. Das Gefieder ist im Bereich der Stirn und am Oberkopf weiß, der Hals ist grauweiß und der Rücken aschgrau; weiße Bänder bedecken diesen Teil des Körpers. Oberhalb der Augen tragen Graureiher schwarze Streifen, typisch für diese Vögel sind außerdem drei lange, nach hinten ragende Schopffedern. Am langen Hals verlaufen drei schwarze, parallel angeordnete Fleckenreihen. Die Schwingen der Graureiher sind schwarz gefärbt. Der lange Schnabel ist orange bis fleischfarben, die Beine und Füße sind grau bis fleischfarben. Typische Stellen, in denen man diese Vögel beobachten kann, sind Flussufer, Tümpel und Teiche. Darüber hinaus kommen sie auf feuchten Wiesen und Weiden vor. Neben Fischen fressen Graureiher Frösche, Molche, Schlangen, Wasserinsekten, Feldmäuse oder Eier und Jungvögel anderer Spezies. Ein weiterer gebräuchlicher Name für diese Vogelart lautet Fischreiher. Foto: 31.10.2012, Hauen/Krummhörn

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Großer Brachvogel (Western Curlew, Numenius arquata)

Überwinternde Große Brachvögel (Western Curlew, Numenius arquata) am WattenmeerDas auffälligste Merkmal des Großen Brachvogels ist sein sehr langer Schnabel. Seine Spitze ist nach unten gebogen. Diese Vögel werden bis zu 60 Zentimeter lang, ihre Flügelspannweite beträgt maximal einen Meter. Weibliche Große Brachvögel sind für gewöhnlich ein wenig stattlicher als ihre männlichen Artgenossen. Zudem weisen die Weibchen einen stärker gebogenen Schnabel auf als die Männchen. Das Gefieder beider Geschlechter sieht gleich aus. Beigebraun bis graubraun ist die Grundfärbung, darauf befindet sich ein etwas dunkleres, bräunliches Bänder- und Streifenmuster. Recht dunkel sind auch die langen Beine. Der Schnabel ist auf der Unterseite fleischfarben, der restliche Teil ist dunkelgrau bis schwarz. Beobachten kann man diese Vogelart in Mooren, in Marschlandschaften, an schlammige Flussufern, auf Feuchtwiesen und entlang der Küste. Insekten, Schnecken und Würmer bilden die Nahrung dieser Spezies. Auf dem Foto in diesem Absatz sind die Großen Brachvögel in der Bildmitte zu sehen. Sie überwintern am deutschen Wattenmeer in großer Zahl. Foto: 30.10.2012, NSG Leyhörn/Krummhörn

Haussperling (House Sparrow, Passer domesticus)

Weiblicher Haussperling (House Sparrow, Passer domesticus)Zwischen 14 und 16 Zentimeter können Haussperlinge lang werden. Bei dieser Vogelart unterscheiden sich Männchen und Weibchen in ihrem Aussehen. Männliche Individuen haben auf der Unterseite ihres Körpers graue Federn, die Kehle ist schwarz. Dazu stehen die weißen Wangen in Kontrast, die Stirn ist bleigrau und der Hinterkopf ist rotbraun. Ebenfalls rotbraun sind die Flügel und der Rücken gefärbt. An den Flügeln tragen die Männchen eine weiße Binde. Weibliche Haussperlinge haben ein unauffälliges Erscheinungsbild. Auf der Körperoberseite ist ihr Federkleid in unterschiedlichen Brauntönen gefärbt, die Unterseite des Körpers ist graubraun. Noch vor nicht allzu langer Zeit hat es in Deutschland sehr große Bestände des Haussperlings gegeben. Doch inzwischen ist diese Art vielerorts selten geworden, weil es kaum mehr geeignete Brutplätze gibt. Haussperlinge nisten zum Beispiel gern in dichtem Efeu an Mauern oder in Hecken; sie brüten in Kolonien. Sämereien wie Grassamen bilden die hauptsächliche Nahrung dieser Vögel. Im Frühling und Sommer fressen sie auch Insekten und andere tierische Kost. In Städten sind die Tiere Allesfresser, die auch Brotkrumen und Fastfood nicht verschmähen. Der NABU hat den Haussperling zum "Vogel des Jahres 2002" ernannt. Foto: 28.10.2012, Greetsiel/Krummhörn

Kiebitz (Northern Lapwing, Vanellus vanellus)

Kiebitz (Northern Lapwing, Vanellus vanellus)Der Kiebitz gehört zu den Vogelarten, deren Bestände in Deutschland rückläufig sind. Einer der Gründe dafür ist, dass die Vögel immer weniger ungestörte Brutplätze vorfinden. Sie benötigen offene, weite Landschaften mit niedriger Vegetation, um ihren Nachwuchs aufziehen zu können. Kiebitze erreichen eine Körpergröße von 28 bis 31 Zentimeter. Auf der Unterseite sind sie überwiegend weiß gefärbt, über die Brust und Kehle erstreckt sich ein schwarzer Bereich. Ihre Flügel sind braun, sie weisen einen grünlichen Schimmer auf, die Unterschwanzdecke ist rostfarben. Besonders auffällig ist die dunkle Federhaube, die den Kopf der Kiebitze ziert. Im März, wenn diese Vögel um Partner werben, tragen die Männchen ihre faszinierenden Balzflüge mit dem deutlich vernehmbaren Flügelwummern vor. Die Tiere erzeugen dieses Geräusch mit ihren speziell geformten Federn an den Flügeln. Auf dem Speisezettel der Kiebitze stehen Insekten, Würmer und Wirbellose. Zahlreiche Kiebitze verbringen die kalten Wintermonate im Süden, in Norddeutschland sind während der kalten Jahreszeit einige Zuzügler aus nördlicheren Bereichen anzutreffen. Der NABU hat den Kiebitz zum "Vogel des Jahres 1996" ernannt. Foto: 28.10.2012, NSG Leyhörn/Krummhörn

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Kormoran (Great Cormorant, Phalacrocorax carbo carbo)

Jugendlicher Kormoran (Great Cormorant, Phalacrocorax carbo carbo)Das gesamte Jahr über kann man an der deutschen Nordseeküste Kormorane beobachten. Diese Vögel sind bis zu 94 Zentimeter groß, ihre Flügelspannweite beträgt etwa 1,5 Meter. Im Herbst und Winter tragen die Vögel ihr sogenanntes Schlichtkleid. Am gesamten Körper ist das Gefieder schwarz und es glänzt metallisch. Während der warmen Jahreszeit, wenn die Vögel um Partner werben und Nachwuchs großziehen, zieren weiße Flecken ihre Schenkelansätze. Jugendliche Kormorane sind an ihrer hellen Brust- und Bauchpartie zu erkennen. Der Nacken und das Gesicht sind weiß. An der Schnabelbasis befindet sich ein gelblicher Hautbereich. Bei den Kormoranen ist der Schnabel relativ lang und hakenförmig. Täglich fressen diese Vögel etwa 400 bis 500 Gramm Fisch. Sie sind deshalb in vielen Regionen ihres großen Verbreitungsgebiets, das sich über Europa und Asien erstreckt, vor allem bei Anglern, Fischern und Fischzüchtern sehr unbeliebt. Um Fische zu fangen, tauchen Kormorane. Sie erreichen dabei eine Tiefe von bis zu 35 Meter. Der NABU und der LBV haben den Kormoran zum "Vogel des Jahres 2010" ernannt. Foto: 28.10.2012, Hauen/Krummhörn

Krickente (Green-winged Teal, Anas crecca)

Krickenten (Green-winged Teal, Anas crecca)Die Krickente ist eine der kleinsten Entenarten, die in Deutschland vorkommen. Nur circa 35 bis 36 Zentimeter können diese Vögel groß werden. Wie es auch bei vielen anderen Entenarten der Fall ist, unterscheiden sich die beiden Geschlechter in ihrem Aussehen. Die Weibchen weisen ein schlichtes Äußeres auf. Auf der Oberseite ist das Gefieder braun gefleckt, die helle Körperunterseite zieren im Brustbereich einige dunkle Flecken. An den Flügeln tragen die Weibchen je eine grüne Binde. Männchen haben im Prachtkleid am Kopf kastanienbraune Federn, auf beiden Seiten verläuft von den Augen bis in den Nacken ein grüner Gefiederbereich. Die Oberseite des Körpers ist bei den Männchen braun gefärbt und trägt ein dunkles Fleckenmuster, die Unterseite ist hell mit einige Flecken an der Brust. Während der Mauser verlieren die Männchen ihr Prachtgefieder, anschließend sehen sie nahezu genauso aus wie die Weibchen. Auf dem Speisezettel der Krickenten stehen vor allem Pflanzenteile, sie fressen außerdem Wirbellose. Foto: 28.10.2012, Hauen/Krummhörn

Lachmöwe (Common Black-headed Gull, Chroicocephalus ridibundus)

Lachmöwe (Common Black-headed Gull, Chroicocephalus ridibundus) im SchlichtkleidAn der Nordseeküste kann man neben einigen anderen Möwenarten auch ganzjährig Lachmöwen beobachten. Darüber hinaus kommen diese Vögel an Tümpeln und Seen im Binnenland vor. Sie sind etwa 38 Zentimeter lang. Im Frühling und Sommer tragen Lachmöwen ihr Prachtgefieder. Sie sind am Hals, an der Brust und am Bauch sowie am Rücken weiß gefärbt, die Flügel sind auf der Oberseite hellgrau und an den Spitzen schwarz. Der Kopf ist dunkelbraun gefärbt. Schnabel und Beine sind rot gefärbt. Während der kalten Jahreszeit sind Beine und Schnabel ebenfalls rot gefärbt, allerdings ist die Schnabelspitze dann oft recht dunkel. Der Kopf ist überwiegend weiß gefärbt, über und hinter den Augen befinden sich dunkle Bereiche. Das Gefieder am restlichen Körper ist so gefärbt wie während der Zeit, in der die Lachmöwen ihr Prachtgefieder tragen. Beide Geschlechter sehen gleich aus. Tierische Kost wie Krebstiere, kleine Fische oder Regenwürmer bilden die Nahrung dieser Vögel. Darüber hinaus fressen Lachmöwen Pflanzensamen und Aas. Um Regenwürmer zu erbeuten, trampeln die Vögel rhythmisch mit den Füßen auf den Boden. Damit erzeugen sie ein Geräusch, das für Regenwürmer wie auf den Boden trommelnde Regentropfen klingt und sie hervor lockt. Foto: 31.10.2012, Greetsiel/Krummhörn

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Löffelente (Northern Shoveller, Anas clypeata)

Bis zu 50 Zentimeter können Löffelenten lang werden. Ihr Schnabel macht sie unverwechselbar: Er ist lang und löffelartig geformt; bei den Weibchen ist er bräunlich-orange, bei den Männchen schwarz. Auch das Gefieder ist bei den beiden Geschlechtern unterschiedlich. Im Prachtkleid haben die Männchen dunkelgrüne Federn am Kopf, zu denen die gelbe Iris in starkem Kontrast steht. Flanken und Bauch sind rostbraun und die Unterflügeldecken weiß gefärbt. Weibliche Löffelenten haben ein überwiegend braun gefärbtes Gefieder. Im Schlicht- oder Ruhekleid sehen die Männchen den Weichen sehr ähnlich. Kleine Wasserinsekten wie Wasserflöhe, Insektenlarven, Würmer, Froschlaich und Kaulquappen bilden die Nahrung dieser Wasservögel. An der Nordseeküste sind diese Vögel das gesamte Jahr über heimisch.

  Männliche Löffelente (Northern Shoveller, Anas clypeata)   Löffelenten (Northern Shoveller, Anas clypeata), vorn ein Weibchen und hinten ein Männchen  
  Männchen, Foto: 28.10.2012,
Hauen/Krummhörn
  Weibchen (vorn) und Männchen, Foto: 30.10.2012,
Hauen/Krummhörn
 

Mäusebussard (Common Buzzard, Buteo buteo)

Mäusebussard (Common Buzzard, Buteo buteo)In vielen Teilen Deutschlands ist der Mäusebussard einer der am häufigsten vertretenen Greifvögel. Anzutreffen sind diese Tiere sowohl in der Nähe der Städte als auch in offenen bis halboffenen Landschaften. In Wäldern sind Mäusebussarde hingegen eher nicht vertreten. Wenn die Vögel fliegen, kann man sie leicht an ihren abgerundeten Flügeln und am kurzen, gefächerten und seitlich abgerundeten Schwanz erkennen. Außerdem sind Mäusebussarde relativ ruffreudig. Sie stoßen oft Rufe aus, die wie "hiäh" klingen. Die Körpergröße dieser Greifvögel beträgt bis zu 57 Zentimeter, ihre Färbung ist variabel. Etliche Individuen sind braun, weiß und grau in unterschiedlichen Schattierungen gefärbt. Beine und Nasenhaut der Mäusebussarde sind gelb, der Schnabel ist dunkel. Auf dem Speiseplan dieser Vogelart stehen Tiere, darunter kleine Säugetiere wie Maulwürfe, Ratten, Mäuse, aber auch Jungvögel, Eidechsen oder Insekten verschmähen sie nicht. Mäusebussarde bleiben das gesamte Jahr über in Deutschland, sie ziehen nicht zum Überwintern in den Süden. Foto: 28.10.2012, NSG Leyhörn/Krummhörn

 

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Buchtipp:

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