![]() ![]() |
|||||||||
|
Kroatien allgemein |
Die Insel Cres & Beli |
Touren auf Cres |
Umweltzentrum |
Gänsegeier: Allgemein, Horste, Fressen & Porträts der Pflegetiere | Landtiere | Ohrengeier | Sing- und Wasservögel | Pflanzen | Reisetipps | Literatur & Links |
|||||||||
|
Wie die Vertreter einiger weiterer Geierarten sind auch Gänsegeier ausgesprochen
gesellige Vögel, die in Kolonien brüten. Sie erreichen die Geschlechtsreife nach
vier bis fünf Jahren und leben monogam in einer Dauerehe. Ihre Horste (Nester)
bestehen aus dünnen Zweigen und sind oft locker mit Gras ausgekleidet.
Am Nestbau beteiligen sich bei den Gänsegeiern beide Partner, was ebenso für die eigentliche Brut gilt, die im Februar/März beginnt. In den meisten Fällen produziert das Weibchen lediglich ein Ei pro Gelege. Bebrütet wird dieses Ei während eines Zeitraums von etwa 54 Tagen. Beide Elternteile füttern das Jungtier, und nach ungefähr 115 Tagen Nestlingszeit fliegen die Nachkommen aus.
Die Nester liegen deshalb so hoch in den Klippen, weil die Altvögel ihre relativ schweren Körper dank der dort vorherrschenden Thermikbedingungen besonders energiesparend in die Luft bringen können. An den Felswänden heben Aufwinde die Geier schnell auf große Höhen empor, und die Vögel können ohne mit den Flügeln zu schlagen über die Landschaft segeln.
Das Team von Caput Insulae nahm uns einmal mit aufs Meer, von wo aus wir einen Horst in den Klippen beobachteten (siehe Foto rechts). Wir konnten den Altvogel, das Nest und vor allem den Nestling vom Boot aus durch das Fernglas leider nur schlecht erkennen, weil die See an diesem Tag ziemlich unruhig war. Ich frage mich heute noch, wie es mir gelungen ist, ohne ein blaues Auge von Bord zu gehen, denn das schaukelnde Meer hat mir mehrmals quasi das Fernglas gegen die Augen geschlagen ... Allerdings ist es sogar ohne schwankenden Untergrund ausgesprochen schwierig, brütende Geier in den Klippen auszumachen. Farblich sind die Vögel hervorragend an ihre Umgebung angepasst und sie bewegen sich nur selten, so dass man sie meist nicht einmal dann sieht, wenn man direkt vor der Felswand steht, in der sie sich aufhalten. Ein Mitarbeiter der Vogelschutzgruppe brachte uns an einen steilen, bewaldeten Berghang, den wir mit größter Vorsicht herunterkletterten - und später wieder hinauf, was noch erheblich anstrengender war. Da der Boden matschig war und die Bäume, an denen wir uns festhielten, nicht besonders fest im Erdreich wurzelten, war diese Beobachtungstour nicht ganz ungefährlich. Nach einigen Minuten schweißtreibenden Kletterns erreichten wir einen senkrechten Felsabbruch, der genau vor uns lag. Zum Glück leide ich nicht an Höhenangst, denn es ging an jener Stelle mindestens hundert Meter senkrecht in die Tiefe.
Das Foto neben diesen Zeilen zeigt jenes Nest, an dem der Elternvogel sein Jungtier bewacht. Finden Sie den Geier auf der Abbildung? Falls nicht, verzagen Sie nicht und klicken Sie bitte auf das Foto. Nun haben Sie vermutlich annähernd eine Vorstellung davon, wie ich mich damals gefühlt habe, als ich minutenlang erfolglos den vor mir in der Felswand sitzenden Geier gesucht habe. Wenn Ihnen die vergrößerte Darstellung mit dem markierten Nest noch immer nicht aussagekräftig genug ist, dann können Sie nach oben scrollen und die mit einem starken Teleobjektiv gewonnene Aufnahme des Nestes betrachten. |
|||||||||
|
Kroatien allgemein |
Die Insel Cres & Beli |
Touren auf Cres |
Umweltzentrum |
Gänsegeier: Allgemein, Horste, Fressen & Porträts der Pflegetiere | Landtiere | Ohrengeier | Sing- und Wasservögel | Pflanzen | Reisetipps | Literatur & Links |
|||||||||