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Da ich keine klassische Urlaubsreise nach Cres unternommen habe, kann ich an dieser Stelle
folglich keine typischen Reisetipps geben. Für all jene, die selbst gern
im Umweltzentrum Caput Insulae
(siehe entsprechendes Kapitel)
helfen möchten, habe ich jedoch einige Hintergrundinformationen und Hinweise
zusammengetragen, die hoffentlich hilfreich sind. Einige Aspekte beziehen sich auf Cres als
Reiseziel im Allgemeinen; das Lesen dieses Kapitels lohnt sich demnach auch für
"normale" Cres-Urlauber.
Preise und Nebenkosten auf Cres In Kroatien kosteten Lebensmittel im Jahr 2001 durchschnittlich in etwa so viel wie in Deutschland - einiges war preiswerter, anderes drastisch teurer. Selbstversorger sollten Butter oder Margarine sowie Käse aus Deutschland mitbringen, da diese Lebensmittel auf Cres teuer waren und es vermutlich auch heute noch sind. Ein 500-Gramm-Becher Margarine kostete in einem Supermarkt in der Inselhauptstadt im April 2001 umgerechnet etwa 5,50 DM (2,81 EUR). Brot hingegen war seinerzeit erfreulich günstig zu haben, sofern man gern weiches Weißbrot isst. Auch Baguette und Graubrot fanden sich in den Auslagen der Bäckereien. Letzteres war jedoch nichts anderes als dunkel eingefärbtes Weißbrot und hatte dieselbe weiche Konsistenz. Kräftiges Sauerteig-Graubrot, wie Sie es aus Deutschland kennen, oder gar Vollkornbrot werden Sie auf Cres vergeblich suchen, Sie sollten es daher selbst mitbringen. Fleisch und Fisch waren damals durchschnittlich deutlich teurer als in Deutschland. Dies galt auch für Süßigkeiten. Naschkatzen sollten deshalb einen ausreichend großen Vorrat ihrer Lieblingsleckereien in den Urlaub mitnehmen. Eine 100-Gramm-Tafel Schokolade kostete auf Cres im April 2001 zwischen 2,00 und 2,80 DM (1,02 un 1,43 EUR). Die kroatischen Preise für Obst und Gemüse waren nahezu identisch mit denen in Deutschland. Auch Getränke waren auf Cres ein wenig teurer als hierzulande. Erheblich günstiger als in Deutschland war während unseres Aufenthalts in Kroatien der Kfz-Kraftstoff. Das sollten Sie bei einer Anreise im eigenen PKW unbedingt bedenken, da sich leicht ein paar Euro sparen lassen, wenn man in Kroatien anstatt in Deutschland tankt. Eine Tankstelle finden Sie auf Cres beispielsweise in der Inselhauptstadt. In Kroatien konnte man früher nahezu überall mit der Deutschen Mark bezahlen, und mit dem Euro dürfte es heute kaum anders sein. Restaurantbesuche auf Cres Falls Sie auf Cres in ein Restaurant einkehren möchten, sollten Sie es nicht versäumen, sich nach den Preisen der Gerichte zu erkundigen, die man Ihnen anbietet. Nicht immer stehen die Preise auf der Karte und man kann schnell eine böse Überraschung erleben, wenn der Kellner die Rechnung bringt. In Restaurants auf Cres sind die Preise teils höher als die vergleichbarer Gaststätten in Deutschland. Vor allem für Fisch- und Fleischgerichte muss der Gast tief in die Tasche greifen. Die Getränke waren im Jahre 2001 hingegen erfreulich preisgünstig. Wie Sie auch im Kapitel über das Dorf Beli nachlesen können, erlebte ich während meiner Reise ein entscheidender Fallstrick, den Sie bei einem Restaurantbesuch beachten sollten. In dem italienischen Restaurant am Ortseingang von Beli wollten meine Freunde und ich uns einmal selbst mit einem herrlichen Essen verwöhnen. Allerdings waren die Preise teils erschreckend hoch. Mein vegetarisches Gericht, das mit Liebe zum Detail zubereitet worden war, schmeckte nicht nur hervorragend, sondern war mit einem Preis von umgerechnet 14 DM (7,16 EUR) wirklich preisgünstig. Die Fischplatte meiner Freunde kostete hingegen pro Person 30 DM (15,34 EUR) - ein wahrlich stolzer Preis. Wichtig zu wissen ist ferner, dass der Kuchen, der Ihnen nach dem Essen vom Kellner unaufgefordert gereicht wird, nicht auf Kosten des Hauses geht. Sie müssen später für alles bezahlen, was Sie im Restaurant konsumiert haben - sogar für das nicht bestellte Gebäck, sofern Sie es gegessen haben. Trinkgeld in der in Deutschland üblichen Höhe wird in Kroatien gern angenommen. Bedenken Sie bitte: Das Einkommen kroatischer Kellner liegt deutlich unter dem ihrer Kollegen in Deutschland. Seien Sie also nicht zu knauserig, sofern Ihnen der Service zugesagt hat. Tipps zum Wohnen im Umweltzentrum
Sollten Sie wie wir im Frühjahr im Umweltzentrum verweilen, nehmen Sie unbedingt warme Kleidung mit. Um Ostern 2001 herrschten nachts Außentemperaturen von knapp über null Grad, was selbstverständlich auch das Haus entsprechend auskühlen ließ. Eine Zentralheizung gab es in den Schlafräumen nicht. Wer ausschließlich dünne Sommerkleidung im Gepäck hat, der hat in einer solchen Situation, also bei einem Kälteeinbruch, verloren. Eine winddichte Jacke sollte sich im Frühjahr und Herbst ebenfalls in Ihrem Gepäck befinden. Gelegentlich weht ein eisig kalter Wind von den slowenischen Bergen über die Kvanerbucht, der für regelrechte Temperaturstürze sorgt. Wer nicht winddicht gekleidet ist, dürfte ziemlich mit den Zähnen klappern, wenn der Bora weht. Ferner sollten Sie eine Regenjacke dabei haben, denn es kann natürlich auch in Kroatien zeitweilig regnen. Sehr wichtig sind feste Schuhe mit einem griffigen Profil. Während unserer Wanderungen leistete mir mein derbes Schuhwerk gute Dienste, denn das Erklettern mancher Hänge ist durch loses Geröll oder glitschigen Schlamm mit ungeeigneten Schuhen nicht ganz ungefährlich. Generell sollten Sie robuste, unempfindliche Kleidung mitnehmen, die durchaus schmutzig werden kann. Auf eine Modenschau wird man Sie in der Tramuntana sicher nicht schicken, so dass Sie Ihre Reisekleidung bequem und zweckmäßig auswählen sollten. Vergessen Sie Ihr Badezeug nicht, sofern Sie im Sommerhalbjahr auf Cres sein sollten. Bei Podbeli, dem Hafen von Beli, soll man herrlich baden können, was wir aufgrund der niedrigen Temperaturen leider nicht selbst ausprobieren konnten. Was sie sonst noch mitnehmen sollten
Um die Gänsegeier in ihrer natürlichen Umgebung gut beobachten zu können, sollten Sie ein gutes, am besten recht lichtstarkes Fernglas im Reisegepäck haben. Nur mit einem Fernglas werden Sie dazu in der Lage sein, die Geier im Flug nach Flügelmarkierungen abzusuchen. |
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