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          Von Beli aus lassen sich mit dem Auto einige schöne Touren realisieren. Meine Freunde und ich unternahmen solche Ausflüge, die ich weiter unten beschreibe. Sämtliche hier vorgestellten Touren sind - wie nicht anders zu erwarten - genau dann besonders schön, wenn das Wetter mitspielt. Während unseres Aufenthalts auf Cres war es zwar empfindlich kühl, aber glücklicherweise schien oft die Sonne.

Auf Cres sind die Straßenverhältnisse fast überall gut. Allerdings sollte man stets vorsichtig fahren, da es viele enge Kurven gibt, die aufgrund steiler Abhänge nicht einsehbar sind. Man sollte es daher tunlichst vermeiden, auf die Gegenfahrbahn zu geraten, da jederzeit Gegenverkehr auftauchen könnte, und wenn es sich dabei um einen einheimischen Autofahrer handelt, ist dessen Fahrstil meist entsprechend offensiv.

Die Hauptstadt Cres

Blick auf Cres Die Hauptstadt der Insel heißt ebenfalls Cres. Sie erstreckt sich entlang einer Bucht und hat einen hübschen Stadtkern, der direkt an den Hafen grenzt. Vor allem in den Sommermonaten sind die vielen kleinen Cafés, die das Hafenbecken säumen, ein beliebter Treffpunkt für die Einheimischen und Touristen. Als wir am Ostersonntag dort waren, lautete das allgemeine Motto offenbar "sehen und gesehen werden", da sämtliche Leute an diesem hohen Feiertag besonders fein herausgeputzt waren.

Kirchturm von Cres Viele Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinne bietet die Stadt zwar nicht. Dennoch ist es nett, durch die schmalen Straßen zu schlendern und sich die Gegend in Ruhe anzuschauen.

Außerhalb des Stadtkerns ragt ein klobiger, alter Turm empor, der ohne eine Festung in seiner Nähe einsam neben den Wohnhäusern steht. Leider kann man ihn nicht erklimmen, um von oben die Aussicht auf die Stadt zu genießen. Von der Straße Richtung Süden der Insel hat man jedoch die Gelegenheit, Cres in voller Ausdehnung zu bewundern.

Von Beli aus erreicht man Cres mit dem Auto in der Nebensaison innerhalb von 15 Minuten, da die Straßen normalerweise frei sind. Im Sommer, also während der Hauptsaison, kann es jedoch aufgrund des starken Verkehrsaufkommens mitunter mehr als eine Stunde dauern, bis man die an sich recht kurze Strecke bewältigt hat.

Valun

Bucht von Valun Einer der schönsten Orte, die wir auf Cres besucht haben, ist Valun. Das Dorf liegt an einem steilen Hang, der in eine traumhaft schöne Bucht übergeht. Im Sonnenschein leuchtete sie in strahlendem Blau und lud zum Verweilen ein. Direkt in der Nähe des Strandes befand sich im Frühling 2001 ein Restaurant, dessen Terrasse am Strand lag. Sicher existiert es nach wie vor, denn die Lage an der Bucht könnte nicht besser sein. Bei der bezaubernden Aussicht auf das Meer vergisst man glatt die Zeit. Wir saßen recht lange in dem Restaurant und genossen die warmen Sonnenstrahlen und die Windstille, die auf der Westseite von Cres oft herrscht. Im Vergleich zum Mikroklima von Beli war das von Valun erheblich milder, was sich vor allem an den vielen Blüten ablesen ließ, die wir rund um den Ort sahen.

In dem türkis-blauen Wasser der Bucht tummelten sich kleine und mittelgroße Fische sowie unzählige kleine, schwarze Seeigel. Es muss ziemlich schwierig sein, sich in die einladenden Fluten zu begeben, ohne auf einen Seeigel zu treten. Schade eigentlich, denn bei Valun ist das Wasser besonders klar.

Die Bucht bietet Vogelbeobachtern gute Bedingungen. Wir sahen zwei Krähenscharben (Phalacrocorax aristotelis) aus einiger Entfernung und darüber hinaus etliche Mittelmeermöwen (Larus michahellis) aus nächster Nähe.

Lubenice

Lubenice An der Westküste von Cres liegt an beeindruckenden, steil zum Meer abfallenden Klippen das Dorf Lubenice. Es wurde einst von den Römern erbaut, die Lubenice als robuste und damit uneinnehmbare Festung konstruierten.

Im Dorf scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Einwohner sahen bei unserem Besuch im Frühling 2001 so aus, wie man sich ländliche Bewohner auf dem Balkan im Allgemeinen vorstellt. Viele der älteren Damen liefen in schwarze, unförmige Kleidungsstücke gehüllt und mit Kopftüchern durch das Dorf. Man sah den Bewohnern Lubenices ihre tiefe Religiosität auf den ersten Blick an.

Felswände von Lubenice Befremdlich fand ich die Heerscharen von Touristen - uns eingeschlossen -, die das Dorf "heimsuchten". Regelrecht geärgert habe ich mich über eine Gruppe von Italienern, wie sie pietätloser nicht hätten sein können. Laut palavernd standen die Leute auf dem Friedhof des Dorfes, und einige Paare meinten dort Knutschszenen veranstalten zu müssen. Auch wenn man selbst nicht so gläubig wie die Dorfbewohner ist, so sollte man meiner Meinung nach dennoch so viel Feingefühl und Anstand besitzen, derlei Verhalten nicht unbedingt auf dem Friedhof an den Tag zu legen.

Einige Meter hinter dem Dorf sahen wir Seeschwalben durch die Luft sausen. Der Wind bläst an jener Stelle recht stark, was die Vögel für ihren rasanten Flug geschickt auszunutzen wissen. Leider gelang es uns nicht, die Seeschwalbenart genau zu bestimmen, da die Tiere erheblich zu schnell dafür flogen, als dass wir sie hätten vernünftig beobachten oder gar fotografieren können.

Weiteres Bildmaterial und Informationen über Lubenice finden Sie im Internet auf dieser Webseite.

Verschiedene Landschaftsaufnahmen

Hafen von Cres Entlang der Straße Richtung Süden finden sich viele Stellen, von denen aus man einen wundervollen Blick auf den Hafen von Cres sowie die gesamte Stadt hat. Man erkennt auf dem nebenstehenden Foto deutlich auch den Hafen mit seinen vielen Booten, die wie an Schnüren aufgereiht im Wasser liegen.

 

 

Vrana-See In der Mitte der Insel Cres befindet sich der lang gestreckte Vrana-See, dessen Pegelstand immer konstant ist. Eine Süßwasserblase schwimmt auf salzigem Wasser, unterirdisch ist das Becken des Sees mit dem Meer verbunden, weshalb sich sein Pegelstand im Sommer und Winter trotz unterschiedlich starker Verdunstung nie ändert. Über einen Wanderpfad gelangt man an die Küste des Sees.

Weide mit Thymian Weite Teile der Insel Cres dienen den unzähligen Schafen als Weidefläche. Solche Schafweiden zeichnen sich durch niedrigen Graswuchs und zierliche Sträucher aus, da die Tiere alles gründlich "mähen". Auf vielen naturbelassenen Schafweiden wachsen kleine Thymianbüsche, die man an sonnigen Tagen nicht nur sehen, sondern auch riechen kann.

 

Fähranleger von Merag Es existieren mehrere Fähranleger auf Cres, von denen aus unterschiedliche Häfen angesteuert werden. Der Fähranleger von Merag ist der Ort, an dem mehrmals täglich eine Autofähre zur Nachbarinsel Krk ablegt.

 
 
 

 

 

Verfallene Römersiedlung In der Tramuntana liegen vielerorts verfallene römische Siedlungen. Die zahllosen Steine, die sich auf der karstigen Insel finden, dienten einst als solides Baumaterial. Im Laufe der Jahrhunderte sind die Gebäude jedoch teils bis zur Unkenntlichkeit in sich zusammengestürzt. Dennoch ist es interessant zu versuchen, die Grundrisse der historischen Bauten anhand der Spuren und Überreste zu erraten.

 
                 

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