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Steckbrief des Ohrengeiers
Vor allem in Afrika gehört der Ohrengeier zu den häufigen Aasfressern. Meist finden sich diese großen, braunen Vögel als letzte Nutznießer an den Kadavern verendeter Antilopen oder anderer Wildtiere ein. Sie teilen sich den Lebensraum mit einigen weiteren Aasfressern und sind normalerweise Einzelgänger. Einige Individuen der Ohrengeier leben im Mittleren Osten, weiter nördlich ist dieser stattliche Greifvogel jedoch nicht vertreten. Wie der Ohrengeier zu den Vogelschützern kam
Tea Perincic, eine der Mitarbeiterinnen des Umweltzentrums, die den Anruf entgegennahm, erklärte dem Fischer, was er dem Geier als Nahrung anbieten sollte. In Ermangelung eines Fahrzeuges konnte sie den vermeintlichen Gänsegeier nicht sofort abholen, sondern vereinbarte mit dem Finder des Vogels, dass sie das Tier am nächsten Tag abholen würde. Als der Fischer sich später noch einmal meldete und sich entsetzt darüber äußerte, wie viel der Geier fressen würde, wurde Tea noch immer nicht misstrauisch. Das änderte sich jedoch am nächsten Tag, als die Vogelschützer bei dem Fischer eintrafen, um das gefundene Tier abzuholen. Sie trauten ihren Augen nicht, denn das, was sie dort erwartete, war keinesfalls ein Gänsegeier. Die Aufregung war groß und schnell recherchierten die Vogelschützer, wen sie soeben in ihre Obhut übernommen hatten. Kurze Zeit später stand fest: Der gefundene Vogel war ein Ohrengeier - ein Tier, das in Europa in freier Wildbahn nicht vorkommt.
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