Museen und Sehenswürdigkeiten auf
Langeoog
Langeoog hat eine Reihe von Sehenswürdigkeiten zu bieten, die einen
Aufenthalt auf der Insel sogar bei schlechtem Wetter nicht langweilig
werden lassen.
Seenotrettungsboot "Langeoog"
Hierbei handelt es sich um das ehemalige Rettungsboot der DGzRS, welches
von 1945 bis 1980 aus dem Langeooger Hafen heraus zu
Seenotrettungseinsätzen gefahren ist. Dabei sind fast 800 Menschen aus
Seenot gerettet worden. Heute steht das Schiff vor dem Haus der Insel
und kann zu vor Ort zu erfragenden Zeiten besichtigt werden. Klettern
Sie einmal nach empor auf den oberen, offenen Fahrstand und stellen Sie
sich vor, was es heißt, bei Sturm und Wellen auf das Meer zu fahren und
Schiffbrüchige oder ein Schiff zu retten. Während der
Besichtigungszeiten werden auch gern Fragen zur Seenotrettung
beantwortet.
Seenotbeobachtungsstation
Die
Seenotbeobachtungsstation der DGzRS steht etwas außerhalb im Osten des
Dorfes. Schon bald nach Verlassen des Hafens Bensersiel ist sie aufgrund
ihrer Farbe gut zu sehen. Sie kann besichtigt werden und von ihrem Dach
aus hat meinen einen schönen Blick bis nach Spiekeroog im Osten oder
sogar bis Norderney. Ihr Sockel stammt aus dem Zweiten Weltkrieg. Bei
guter Witterung kann man die großen "Kähne" draußen auf der Nordsee
beobachten, wenn diese in Richtung Osten langsam am Horizont
vorbeiziehen.
Seemannshus (Inselmuseum)
Das Seemannshus oder Caspar-Döring-Haus ist eines der letzten echten
Insulanerhäuser auf Langeoog. Niedrig gebaut, um den heftigen Stürmen
standzuhalten, steht es leicht erhöht. In dem Museum werden Bilder und
Karten über und von Langeoog gezeigt. Aber auch anhand typischer
Gegenstände können die Besucher einen Eindruck des einstigen Lebens der
Insulaner erlangen. Und man kann dort in einem der Räume sogar heiraten.
Als Andenken an diesen Termin wird hinter dem Haus ein Ziegelstein mit
Datum und den Initialen des Paares in das Pflaster eingebaut.
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Haus der Insel und Schifffahrtsmuseum
Im Haus der Insel gibt es ein Schifffahrtsmuseum und ein
Nordseeaquarium. Bilder
und Gegenstände erzählen von der Geschichte der Seefahrt, es sind zum
Beispiel Fotos zu sehen, die das frühere Anlanden vom Schiff in ein
Ruderboot beziehungsweise in eine Kutsche zeigen. In einem Teil des
Museums sind zudem viele Schiffsmodelle ausgestellt, deren Vorbilder weit draußen am
Horizont sonst nur mit dem Fernglas auszumachen sind. Bei Voranmeldung gibt
es sehr interessante Führungen, die Alt und Jung Neues vermitteln. In
einem Raum des Museums steht ein
Aquarium, in dem für die
Nordsee typische Tiere herumschwimmen. Normalerweise sieht man diese
Tiere nur, wenn man sie zum Essen auf dem Teller hat.
Inselkirche (evangelische Kirche)
Die
evangelische Inselkirche steht mitten im Dorf und überragt mit ihrem
Glockenturm fast alle Gebäude auf Langeoog. Sie ist in den Jahren 1888
bis 1890 aus rotem Klinker erbaut worden; an sie grenzt der alte
Friedhof. Im Inneren der Kirche fällt dem Besucher sofort das moderne
Altarbild mit einem gestrandeten Ozeanriesen, das Werk eines Nordener
Malers, auf. Während der Saison finden sonntagabends häufig
Kirchenmusikveranstaltungen statt. Wenn die Stiftung der Kirchenmusik
genügend Geld gesammelt hat, wird es auch wieder einen hauptamtlichen
Kantor auf der Insel geben, der die lange Tradition der Kirchenmusiker
weiterführen wird. Foto rechts ©
Walter Gladischefski
Katholische Kirche
Im
Westen des Dorfes in der Nähe der Kinderkurheime steht die katholische
Kirche. Sie ist ein moderner Bau, der erst Anfang der 1960er Jahre
errichtet worden ist. Ein Umbau sowie eine Renovierung sind im Jahre
2002 erfolgt. Ihr moderner Turm ist bereits vom Fährschiff aus zu erkennen. Der
Turm soll die Flut des Meeres darstellen. Er wird zudem als Schiffsbug
gesehen. Dies ist passend, da die Kirche dem St. Nikolaus gewidmet ist,
dem Schutzheiligen der Schiffer. Von den Einheimischen wird der
Kirchturm im Scherz aber auch "Möwenrutsche" genannt. Foto rechts ©
Walter Gladischefski
Text: Walter
Gladischefski
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