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Große Fetthenne (Orphine, Sedum maximum)
Im späten Herbst stand die in der Abbildung rechts
gezeigte Fetthenne in Blüte. Sie war etwa 40 cm hoch, die
dunkelroten Blütenstände waren im Durchmesser circa
12 cm groß. Sehr wahrscheinlich ist diese Pflanze aus einer
Gartenkultur "entfleucht". (Pirolatal)
Hasenklee (Rabbit-foot Clover, Trifolium arvense)
Von plüschigem Aussehen sind die Blüten des Hasenklees.
Die abgebildete Pflanze stand in kleinen Gruppen und war etwa 10 cm hoch.
Auf den Stängeln saß jeweils eine Blüte,
die rosa bis zart violett gefärbt war. Die nebenstehende Aufnahme
entstand im späten Herbst. Hasenklee ist ein für kalkarme
Magerwiesen typisches Gewächs und ist vorzugsweise auf sogenannten
Grau- oder Tertiärdünen sowie in Sandtrockenrasen anzutreffen.
(Pirolatal)
Kleinblütige Nachtkerze (Small-flowered Evening Primrose, Oenothera parviflora)
Noch im späten Herbst trug die nebenstehend abgebildete Kleinblütige
Nachtkerze einige gelbe Blüten. Im Durchmesser maßen diese rund
1,5 cm. Sie befanden sich an Stängeln, die etwa 50 cm hoch waren und
neben einigen grünen Blättern auch zahlreiche vertrocknete
Samenkapseln trugen. (Pirolatal)
Krähenbeere (Crowberry, Empetrum nigrum)
Diese niedrige Pflanze trug im Spätherbst einige Beeren, sie waren
fast schwarz gefärbt und etwa 0,6 mm im Durchmesser
groß. Mehrere dieser etwa einem Meter hohen und reich verzweigten
Pflanzen wuchsen dicht beieinander. An den kleinen Zweigen trugen sie
zahlreiche grüne Blättchen, die etwa 0,8 cm lang waren.
Krähenbeeren sind relativ häufig auf älteren, bereits
gefestigten Dünen anzutreffen. (Pirolatal)
Sanddorn (Seabuckthorn, Hippophae rhamnoides)
Ein für Langeoog typisches Gewächs ist der
Sanddorn. Seine reifen Beeren sind reich an Vitamin C und werden
daher zu Marmelade, Gelee, Sirup und sogar zu Likör verarbeitet.
Die zwischen einem und sechs Meter hohen Sträucher gehören
zu den Ölsweidengewächsen und blühen in der Zeit zwischen
März und Mai. Ab September bringen sie die orangeroten
Scheinbeeren hervor, in denen sich eine nussartige Frucht
befindet. Das Fleisch der Scheinbeeren soll diese Frucht
schützen. Der Mensch wirft die eigentlichen Früchte
weg, für ihn ist nur das Fruchtfleisch von Nutzen. Wild
kommt Sanddorn außer auf Langeoog vor allem an der
Ostseeküste sowie auf einigen weiteren nord- und
ostfriesischen Inseln vor. In anderen Teilen Deutschlands
gedeiht der Sanddorn in einigen Parks sowie Gartenanlagen,
wo er als Zierstrauch gepflegt wird. Mancherorts wird das
Gewächs auch Weidendorn oder Seedorn genannt. (Pirolatal)
Silbergras (Grey Hair-grass, Corynephorus canescens)
Gleich eine ganze Gruppe dicht beieinander wachsender Pflanzen versammelte
sich am Rande des Weges im Pirolatal. Eines dieser Gewächse ist das
büschelartig auftretende Silbergras. Diese für Sandtrockenrasen
typischen Pflanzen werden selten größer als 10 bis 15 cm. In der
Abbildung sind außerdem Moose und Flechten zu sehen, die nur
wenige Zentimeter hoch werden. (Pirolatal)
Strandhafer (European Beachgrass, Ammophila arenaria)
Der Strandhafer wächst auf höheren Dünen und
in Bereichen, die nicht mehr direkt im Einfluss des Salzwassers
liegen. Er verträgt zerstäubtes Meerwasser weniger gut
als andere Pflanzenarten des Dünenareals. Vor allem auf
Binnendünen bildet der Strandhafer geschlossene Bestände,
die man auf Langeoog unter anderem im Pirolatal antrifft. Fast
immer sind die langen, spitzen Blätter dieser Pflanze
eingerollt, wodurch die Verdunstung minimiert wird. Im Hochsommer
bildet der Strandhafer Ähren, die auf 40 bis 50 cm hohen
Stängeln stehen. (Dünenlandschaft)
Wildes Stiefmütterchen (Wild Pansy, Viola tricolor)
Die wilden Verwandten des in Deutschlands Gärten zahlreich
kultivierten Stiefmütterchens begegnen einem auf Langeoog an
Wegesrändern. Zwischen 10 und 20 cm werden die zierlichen
Gewächse hoch. In den Monaten März bis Oktober liegt die
Blütezeit, wobei die meisten Blüten im Frühling zu
finden sind. Weißlichgelb mit oder ohne Violettanteil sind
die Blüten dieser Pflanze, die auch Acker-Stiefmütterchen
genannt wird, gefärbt. (Pirolatal)
Unbestimmte Pflanze Nr. 1
Mancherorts ist der Boden auf Langeoog im Herbst relativ feucht, weshalb
er Pilzen als idealer Standort dient. Diese maximal fünf Zentimeter
hohen Pilze wuchsen am Wegrand. (Pirolatal)
Text: Gaby Schulemann-Maier
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