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          Gastbeitrag von Uwe Post exklusiv für Fotoreiseberichte.de.

Bucht bei Arenal d'En Castell Wer nach Menorca fliegt, findet einen Zielflughafen namens "Mahon" auf Ticket und Anzeigetafel. Das ist die internationale spanische Schreibweise für die Haupstadt von Menorca, die auf allen Schildern nur "Maó" heißt. Direkt von Norden kommend, landet man auf dem gut ausgebauten Flughafenund wird von der Reiseleitung in Empfang genommen und in einen Klein- oder Großbus verfrachtet. Wer auf eigene Faust unterwegs ist, ist auf Taxis angewiesen - eine Haltestelle für Linienbusse findet man am Flughafen nicht.

Landung

Oft landen die Flieger aus Deutschland noch recht spät am Tag auf Menorca - da kann es gut passieren, dass man nicht mehr rechtzeitig im Hotel ankommt, um noch ein Abendessen zu ergattern. Wer am letzten Urlaubstag auch noch gegen 18 Uhr wieder abgeholt wird, bekommt gar unter dem Strich eine Abendmahlzeit weniger als er bezahlt hat. Wer die Essenszeiten in seinem Hotel kennt, kann sich darauf einrichten. Das Reisebüro-Personal hilft hoffentlich dabei.

Unterkunft

Ein Hotel Menorca ist nicht rundherum von Sandstrand umgeben, sondern es gibt viel Felsküste und wenige Badebuchten. Demzufolge liegen längst nicht alle Hotels und Appartmentanlagen direkt am Strand. Je nach Wohnort, bleibt einem nichts anderes übrig, als während der gesamten Urlaubszeit einen Leihwagen zu mieten, da der Aktionsradius ansonsten doch arg eingeschränkt wäre. Es gibt Fincas, Bungalows - für jeden etwas.

Die meisten Touristen auf Menorca sind Engländer. Das stört nicht weiter, es sei denn, man möchte samstags im Fernsehraum oder in der Bar seine Ruhe haben. Da wird nämlich Fußball live aus England übertragen. Egal ob Hotel oder Appartment, egal ob Feriensiedlung oder kleine Ortschaft - verhungern wird man nicht. Es gibt unzählige Restaurants und Bars sowie hervorragend sortierte Supermärkte mit zivilen Preisen.

Ob man ein eher künstlich wirkendes Feriendorf oder das etwas authentischere Flair eines ursprünglichen Ortschaft bevorzugt, muss jeder selbst entscheiden. Wasserratten sei Arenal d'En Castell mit seiner türkis gefärbten, sauberen Badebucht empfohlen. Für Infrastruktur ist dort gesorgt, will sagen: von Unterkunft über "oben ohne" und andere (wenn man's mag) Genussmittel aller Art bis hin zu Sonnenschirmen und Liegen (Leihgebühr täglich um die ca. fünf Euro pro Schirm bzw. Liege, Stand 2002) wird alles geboten. Der Nachteil ist der berüchtigte "Sardinen-Effekt" in der Hochsaison. Da steigt man lieber ins Auto und sucht sich eine weniger besuchte Bucht.

Unterwegs

Auf den Klippen bei Na Macaret Es gibt drei Möglichkeiten, auf Menorca vom Fleck zu kommen: organisierte Touren, den Linienbus und den Leihwagen. Wie üblich bringen einen die organisierten Touren nicht an alle sehenswerten Orteund wenn, dann sind die gerade voller Touristen. Busse gibt es eine ganze Menge, aber sie eignen sich nur bedingt, um die Insel zu erkunden. Es gibt drei verschiedene Gesellschaften, die unterschiedliche Liniennetze bedienen. Die Fahrpläne sind spartanisch und nicht aufeinander abgestimmtund das Netz ist nicht sonderlich dicht. Längst nicht jede Sehenswürdigkeit hat eine Haltestelle. Die Busse eignen sich vor allem, um die Städte wie Maó, Ciutadella oder Fornells anzusteuern. Da kommt man gut hin und wieder weg und bezahlt nur ein paar Euro dafür.

Leihwagen sind in der Hochsaison unverschämt teuer. Da bezahlt man für die einfachste Kategorie bei einem der großen Vermieter weit über 50 Euro pro Tag (Stand 2002). Lohn ist die grenzenlose Mobilität, die erforderlich ist, um Menorca kennen zu lernen. Viele Orte sind nur mit dem Auto erreichbarund die Straßen sind sehr gut ausgebaut und hervorragend beschildert. Das Verkehrsaufkommen hält sich auch in Grenzen.

Sehenswertes Leuchtturm

Fahren Sie mal zum Leuchtturm am Cap de Favàritx (Nordostspitze, von Maó Richtung Fornells, Abzweigung ist ausgeschildert). Die bizarren, schwarzen Schiefer-Formationen begeistern das Auge. Ungewohnt für das Auge sind auch die farbenfrohen Gewächse. An einigen Stellen kann man am Cap sogar vergleichsweise ungestört baden, da der Ort nicht allzu überfüllt ist. Mit etwas Glück sehen Sie auf der Fahrt über die schmale Landstraße einen Rotmilan (Milvus milvus) auf einem Telegrafenmasten.

Bucht bei Fornells Lassen Sie sich nicht Fornells entgehen. Dieser kleine Fischerhafen ist trotz regen Touristenverkehrs ein erstaunlich ruhiger Ort. Wer auf Langusten steht, kommt hier auf seine Kostenund das im wahrsten Sinne des Wortes. Ansonsten kann man Richtung Torre de Fornells spazieren. Das ist ein Wachturm aus dem 18. Jahrhundert, der aufwändig restauriert wurde. Unterwegs hat man eine prima Aussicht auf die Bucht mit ihrem klaren Wasser und den vielen kleinen Yachten.

 
                 

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