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          Gastbeitrag von Uwe Post exklusiv für Fotoreiseberichte.de.

In diesem Kapitel sind diejenigen Themen zusammengefasst, die die Natur Menorcas im weitesten Sinne betreffen. Leider konnte der Autor nicht sämtliche Spezies bestimmen, die in diesem Kapitel gezeigt werden. Sollten Sie eine der abgebildeten Pflanzen kennen, würde sich das Team von Fotoreiseberichte.de über eine Nachricht freuen. Sämtliche Bilder fertigte Uwe Post während seiner Menorca-Reise im Sommer 2001 an. Die auf dieser Seite benutzten Namen basieren auf einer Bestimmung der Arten anhand von Fachliteratur. Irrtümer sind dabei freilich nicht ausgeschlossen.

Geologie

Felsen an der Küste Die Felsküste ist gleich mehrere Spaziergänge wert. Festes Schuhwerk ist Voraussetzungund im Sommer ist das Tragen einer Kopfbedeckung dringend zu empfehlen. An windigen Tagen branden die Wellen zehn, zwanzig Meter hoch.

 

 

Küste mit Brandung Menorcas südliche und nördliche Hälfte unterscheiden sich grundlegend und deutlich sichtbar voneinander. Die nördliche Tramuntana besteht aus Schiefer, Jura und rotem Buntsandstein. Dieser Teil ist Millionen Jahre alt wie die restlichen Balearen und stark erodiert und zerklüftet. Die verworfenen Schichtgesteine verdeutlichen die Kräfte der Erde. Zeitweise war nicht oben, was jetzt oben ist. Viele kleine Felseninseln sind der Küste vorgelagert.

Migjorn, die südliche Hälfte der Insel, stammt aus dem Tertiär, ist also jünger und besteht aus Kalkstein. Zahlreiche Höhlen gibt es sowohl im Norden als auch im Süden, davon wird noch die Rede sein. Die meisten Gebäude auf der Insel bestehen aus dem in Steinbrüchen abgebauten, hellgelben Kalkstein.

El Toro

Aussicht bei El Toro Am besten kann man sich einen Überblick verschaffen, wenn man mit dem Auto auf den höchsten Berg der Insel fährt. Der El Toro ist 357 Meter hoch und bietet eine hervorragende Sicht in alle Richtungen. Man erkennt die Felder und die Wälder der Insel wie auch die Städte und die Küste.

Oben gibt es neben der tollen Aussicht große Parkplätze, eine Wallfahrtskirche, ein Restaurant, eine riesige Christusstatue sowie eine ganze Menge Antennen.

Flora

Pflanzenbewuchs Blick auf die Dünenvegetation Erstaunlich abwechslungsreich sind die Farben des Gestrüpps, das die Küstenregion bedeckt (siehe Abbildungen neben diesen Zeilen). Auf einem Spaziergang über die Dünen entdeckt man hier und da auch wilden Rosmarin (Rosmarinus officinalis), der an seinen Nadeln gut zu erkennen ist. Zwischen den Fingerkuppen zerrieben, entfalten diese Nadeln den intensiven Rosmarin-Duft.

Hottentottenfeige (Hottentot Fig, Carpobrotis edulis)

Hottentottenfeige (Hottentot Fig, Carpobrotis edulis) Bei diesem roten Bodendecker, der am Cap de Favàritx allenthalben wuchs, handelt es sich um die im Mittelmeerraum häufig vorkommende Hottentottenfeige. Ursprünglich stammt diese Sukkulente aus dem südlichen Afrika. Ihre fleischigen Blätter, die wie Wülste auf dem Boden liegen und sich an ihrem Ende dem Sonnenlicht entgegen strecken, sind für die Pflanze typisch. Ihre Farbe kann von grün bis leuchtend rot variieren. Die Blüten der Hottentottenfeige sind weiß, pink oder gelb gefärbt und erreichen einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimeter.

Meerfenchel (Rock Samphire, Crithmum maritimum)

Meerfenchel (Rock Samphire, Crithmum maritimum) Auf Strandklippen und Küstenfelsen, hin und wieder auch auf Kies oder Sand, ist der Meerfenchel heimisch. Er ist nur so weit bis ins Landesinnere verbreitet, wie die Seeluft aufgrund der meist vorherrschenden Windrichtung reicht. Die ausdauernden Pflanzen werden bis zu 50 Zentimeter hoch und bilden Dolden mit acht bis 36 kräftigen Strahlen aus. Blätter und Blüten sind gelblich-grün gefärbt.

Unbestimmte Pflanze

Unbestimmte Pflanze

S'Albufera d'Es Grau

S'Albufera d'Es Grau Wer kurz hinter Maó die Straße nach Fornells Richtung Es Grau verlässt, erreicht unmittelbar vor diesem Ort den Eingang zum Naturschutzgebiet S'Albufera d'Es Grau. Der Plan, hier eine riesige Feriensiedlung namens Shangri-La zu bauen, wurde glücklicherweise fallen gelassen - allerdings erst, nachdem bereits einige Gebäude und Straßen errichtet worden waren. Man kann mit dem Leihwagen (eine Bushaltestelle gibt es nicht) ein Stück in das Gebiet hinein fahren und geht dann zu Fuß durch das ausgedehnte Gelände. Hier liegt eine Salzwasserlagune, die Heimat für zahlreiche Vogelarten wie Kormorane und Fischadler ist. Weil das Gelände so weitläufig ist, braucht man Fernglas, Teleobjektiv und Geduld, will man die seltenen Tiere beobachten. Führungen veranstaltet die Umweltschutzvereinigung GOB Menorca, die in Maó ansässig ist.

Schmetterling auf dem Monte Toro
Schmetterling auf dem Monte Toro, Art bislang unbestimmt

Ente
Ente in der Brackwasser-Bucht von Cales Coves

 
                 

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