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In Sri Lanka kommen sehr viele verschiedene Insektenarten vor. Unter ihnen sind beispielsweise mehr als 240 Schmetterlingsarten sowie Käfer, Spinnen und anderes Getier. An Land leben ebenso Schildkröten wie im Meer, die jedoch nur selten an einem der wenigen Eiablageplätze (dies sind Sandstrände) zum Nestbau erscheinen. In diesem Kapitel stelle ich jene Arten vor, die mir vor die Linse geraten sind. Leider konnte ich bislang nicht sämtliche Tierarten bestimmen. Sollten Sie
eine der abgebildeten, noch nicht benannten Tierarten kennen, würde ich mich über
eine Nachricht freuen. Irrtümer bei der bisherigen Artenbestimmung sind freilich nicht ausgeschlossen,
obwohl ich dieses Kapitel so sorgfältig wie möglich erstellt habe.
Der Großteil der Fotos stammt von meiner Sri-Lanka-Reise im November 2006. Die restlichen Fotos wurden im Juni 1998 angefertigt. Ein Foto, nämlich das von der Meeresschildkröte,
hat mein damaliger Freund und Mitreisender Uwe Post zum Reisebericht beigesteuert.
Diese Abbildung ist entsprechend gekennzeichnet und das Urheberrecht des Fotos liegt
bei ihm. Foto rechts: Blauer Tiger, ausführliche Beschreibung siehe unten.
Unbestimmte Libelle Nr. 1
An vielen Stellen des Bentota-Flusses finden sich große Bereiche, die mit unterschiedlichen Seerosen durchsetzt sind. Dort fliegen zahlreiche kleine Libellen umher, darunter auch die rechts gezeigte Art. Die Tiere sind etwa drei bis vier Zentimeter lang und am vorderen Körpersegment sowie am hinteren Ende des Rumpfes hellblau gefärbt. Der restliche Körper ist eher dunkel und äußerst schlank. (Foto: Bentota Ganga, 2006)
Unbestimmte Libelle Nr. 2 (Orthetrum chrysis)?
An einem Wassergraben, der die Lustgärten und die Felsenfestung von Sigiriya umschließt, flogen mehrere große, leuchtend rot bzw. pink gefärbte Libellen umher. Der Körper dieser Tierart ist mindestens sechs Zentimeter lang. Wahrscheinlich handelt es sich um Orthetrum chrysis, allerdings kann ich dies nicht mit Gewissheit sagen und ich kenne leider weder den englischen noch den deutschen Namen dieser Libellenart. (Foto: Sigiriya, 2006)
Unbestimmte Libelle Nr. 3
Schlank, schwarz und etwa drei Zentimeter lang war die rechts gezeigte Libelle. Sie gesellte sich eines Tages auf der Terrasse vor meinem Hotelzimmer zu mir. In der Nähe befand sich ein Flusslauf. (Foto: Aluthgama, 2006)
Unbestimmter Grashüpfer Nr. 1
Im Garten des Hotels und auch an vielen anderen Orten im Tiefland habe ich diese Grashüpferart gesehen. Die Tiere sind etwa zwei bis drei Zentimeter lang und braun gefärbt. Auffällig ist das hell und dunkel gefärbte Streifenmuster auf den hinteren Beinen. (Foto: Aluthgama, 2006)
Unbestimmter Grashüpfer Nr. 2
Extrem gut getarnt sind diese grasgrünen, etwa zwei bis drei Zentimeter langen Grashüpfer. Sie halten sich meist im kurzen Gras auf und sind nur dann zu sehen, wenn sie sich bewegen. Ich habe ein Exemplar dieser Grashüpferart längere Zeit beobachtet und dabei gesehen, wie sich das Tier gelegentlich seitlich hin und her bewegte, wobei es wie ein Grashalm aussah, der sich im Wind wiegt. Um das Tier erkennen zu können, sollten Sie die nebenstehende Abbildung durch Anklicken vergrößern. Der Grashüpfer ist genau mittig im Bild zu sehen, sein Kopf befindet sich oben im Bild. (Foto: Aluthgama, 2006)
Kakerlake (Cockroach)
Sie gehören zu den Ekeltieren schlechthin: die Kakerlaken. In Sri Lanka sind sie typische Vertreter der Familie der Käfer und gehören zur normalen Landesfauna. Auch in Hotelzimmern sind sie zuweilen anzutreffen, was nicht zwingend mit Unsauberkeit zu begründen ist. Kakerlaken sind gute Flieger und können durch geöffnete Türen oder Fenster in erleuchtete Hotelzimmer gelangen. Tagsüber ruhen sie in ihren Verstecken, sobald es dunkel wird, kommen sie zum Vorschein. Das auf dem Foto gezeigte Exemplar ist (ohne Fühler) etwa vier Zentimeter lang und dunkelrotbraun gefärbt. Welcher Art es angehört, kann ich leider nicht sagen. In Sri Lanka kommen soweit ich weiß unterschiedliche Kakerlakenarten vor. (Foto: Aluthgama, 2006)
Chinesischer Tussafalter (Chinese Tussah Moth, Antheraea pernyi)
Während einer Fluss-Safari begann es plötzlich heftig zu regnen. Als der mehr als einstündige Schauer endlich vorüber war, entdeckte der Guide am Ufer des Flusses im dichten Blattwerk nur wenige Zentimeter oberhalb der Wasseroberfläche diese beiden sehr großen Nachtfalter, deren Flügelspannweite mindestens zwölf Zentimeter betrug. Der Guide erklärte, die Tiere würden ihr Gelege beschützen. Es ist als braunes Gebilde jeweils in der Bildmitte zu erkennen. Ursprünglich stammt der Chinesische Tussafalter aus China. Weil die Kokons kommerziell zur Seidengewinnung genutzt werden, gelangten die Tiere in viele andere asiatische Länder, so auch nach Sri Lanka. In freier Natur haben diese imposanten Falter, die recht genügsam sind, problemlos Fuß fassen können. (Beide Fotos: Bentota Ganga, Nähe Aluthgama, 2006)
Unbestimmter Falter Nr. 1
Diese
Falterart sah ich oft auf dem Gelände des Ceysand Hotels in Aluthgama/Bentota. Dort verbrachten die Tiere den Tag an schattigen Plätzen an der Hauswand. Die Flügelspannweite beträgt etwa zwei Zentimeter, die Rumpflänge etwas mehr als einen Zentimeter. Auffällig ist die rot-schwarze Querstreifung auf dem dicken Rumpf. (Foto: Aluthgama, 2006)
Unbestimmter Falter Nr. 2
An einem Abend sah ich diesen Falter an der Hauswand meines Hotels sitzen. Diese Art scheint nachtaktiv zu sein und ihre Länge beträgt vom Kopf bis zu den hinteren Flügelenden ein wenig mehr als zwei Zentimeter. Die Flügel sind bräunlich gefärbt. Unterhalb des Falters saß eines jener Tiere, die ich in Sri Lanka am allerwenigsten mochte: Stechmücken bzw. Moskitos. (Foto: Aluthgama, 2006)
Unbestimmter Falter Nr. 3
Morgens sah ich mehrfach diese Falterart an der Hauswand des Hotels sitzen. Wahrscheinlich handelt es sich um eine nachtaktive Spezies. Die Flügelspannweite beträgt etwas mehr als zwei Zentimeter und der braun-weiß gestreifte Rumpf ist sehr schlank. (Foto: Aluthgama, 2006)
Unbestimmter Falter Nr. 4
Es war abends schon recht spät, als ich diesen Falter im Schein einer Lampe auf dem Hotelgelände flattern sah. Er ließ sich kurze Zeit später auf der Hauswand nieder. Seine Flügelspanweite beträgt in etwa zwei Zentimeter. Auffällig sind die beiden hellen Flecken an den vorderen Flügelkanten. (Foto: Aluthgama, 2006)
Unbestimmter Falter Nr. 5
Auch diesen Falter sah ich spätabends durch den Lichtschein der künstlichen Beleuchtung auf dem Hotelgelände flattern. Die Spannweite beträgt ein wenig mehr als zwei Zentimeter. Erstaunlich fand ich, dass diese Falterart die zarten Fühler nach hinten an den Körper gelegt hat und nicht wie die meisten anderen Falter nach vorn vom Kopf abstehen ließ. (Foto: Aluthgama, 2006)
Blauer Tiger (Blue Tiger, Tirumala limniace leopardus)
Im Grünstreifen direkt hinter dem Sandstrand waren diese Schmetterlinge zu finden, wobei der Lebensraum dieser Art generell offene Flächen in niedrigen Höhenlagen umfasst. Die Tiere sind recht groß und haben schwarze Flügel, die blassblaue Muster aufweisen, die je nach Beleuchtung weiß aussehen können. Auf der Flügelunterseite, deren Grundfarbe ein dunkles Olivebraun ist, sind die Muster eher weiß gefärbt. Die Spannweite des Blauen Tigers beträgt zwischen 75 und 95 Millimeter. Der hintere Teil des Rumpfes ist bei diesen Schmetterlingen einfarbig braun gefärbt, der vordere Teil dunkel mit weißen Punkten. Beide Geschlechter dieser Spezies sehen gleich aus. (Beide Fotos: Aluthgama, 2006)
Braune Königskrähe (Common Indian Crow, Euploea core asela)
Mit ihrer Flügelspannweite von 80 bis 90 Millimetern gehört die Braune Königskrähe zu den größeren Schmetterlingen Sri Lankas. Beide Geschlechter sehen gleich aus. Glänzend braun ist die Oberseite der Flügel gefärbt, bei frisch geschlüpften Individuen ist der Glanz besonders stark ausgeprägt. Ein für die Art charakteristisches weißes Fleckenmuster ist auf den Flügeln zu sehen, es liegt in der Nähe des äußeren Randes. Auch die Flügelunterseite ist braun gefärbt, sie ist jedoch heller und weniger glänzend. Ferner zeigt sie ebenfalls das weiße Fleckenmuster. Der vordere Körperbereich der Schmetterlinge ist dunkel gefärbt und weiß gepunktet. In ihrem bevorzugten Lebensraum - dies sind blütenreiche, offene Landschaften - fliegt die Braune Königskrähe relativ langsam und meist nicht allzu hoch über dem Boden. Sie gleitet mitunter kleine Strecken, ohne mit den Flügeln zu schlagen. (Beide Fotos: Aluthgama, 2006)
Ceylon Blue Glassy Tiger (Ideopsis similis)
Mit ihrer Flügelspannweite von 60 bis 75 Millimetern ist diese Schmetterlingsart nirgendwo zu übersehen. Die Flügel sind auf der Oberseite schwarz mit blassgrünen bis leicht bläulichen Mustern gefärbt. Mattes Dunkelbraun ist die Grundfarbe der Flügelunterseiten, auch dort befinden sich die blassen, hellen Muster. Männchen und Weibchen sind im Flug nicht voneinander zu unterscheiden. Experten erkennen männliche Tiere an winzigen Details, wenn die Tiere mit zusammengefalteten Flügeln rasten. Leider kenne ich den deutschen Namen von Ideopsis similis nicht. (Foto: Sinharaja-Regenwald, 2006)
? (Tawny Coster, Acraea terpsicore)
In der Nähe des Sandstrandes sah ich am Tage oft die rechts gezeigte Schmetterlingsart, deren deutscher Name mir leider nicht bekannt ist. Die Tiere flogen zu den Blüten des Pflanzensaums, der unmittelbar an den Sandstrand grenzte. In Grasland und Buschwerk ist Acraea terpsicore in Sri Lanka sehr häufig anzutreffen. Die Flügelspannweite dieser überwiegend orange-braun gefärbten Schmetterlinge beträgt ca. drei bis vier Zentimeter. Der Kopf und der obere Teil des Rumpfes sind schwarz gefärbt und tragen weiße Punkte, der Hinterleib ist gelb-schwarz gestreift. Außer in Sri Lanka ist diese Schmetterlingsart noch in Indien beheimatet. (Foto: Aluthgama, 2006)
Unbestimmte Raupe Nr. 1
Wo es zahlreiche Schmetterlinge gibt, leben entsprechend viele Raupen. Deshalb kann man diese auch in Sri Lanka an manchen Stellen beobachten. Im schattigen Bereich einer kleinen Felsenhöhle sah ich die rechts gezeigte etwa drei Zentimeter lange Raupe. Ihre Grundfärbung war dunkel, fast schwarz. Auffällig waren die gelblichen Bereiche an der Unterseite sowie die langen, nach hinten gekrümmten Haare auf der Oberseite. Im dichten Blattwerk fallen Raupen sehr viel weniger auf und man nimmt sie sogar dann kaum wahr, wenn man bewusst die Vegetation beobachtet. Insofern hatte ich Glück, dass das hier gezeigte Tier über einen Felsen lief und leicht auszumachen war. (Foto: Sigiriya, 2006)
Unbestimmte Raupe Nr. 2
Überwiegend gelbgrün gefärbt mit schwarzem Muster und ebenfalls etwa drei Zentimeter lang war die rechts gezeigte Raupenart. Ich habe mehrere dieser Tiere auf den leider bisher nicht bestimmten Pflanzen beobachtet, die im Bild zu sehen sind. Der Standort war der Grünstreifen, der direkt an den Sandstrand grenzte. Auf den Blättern der Pflanzen lagen unzählige schwarze Kotballen der Raupen, sie scheinen sich dort also relativ oft aufzuhalten. (Foto: Aluthgama, 2006)
Weberameise (Red Ant or Weaver Ant, Oecophylla smargadina)
Neben einigen anderen, sehr viel kleineren Ameisenarten kommt in Sri Lanka eine recht große Spezies vor: die Weberameise Oecophylla smargadina. Der Name rührt daher, dass die Tiere ihre Nester aus Blättern bauen, indem sie sie mit Seidenfäden "zusammenweben"; diese Seidenfäden werden von den Larven der Ameisenproduziert. Die einzelnen Tiere sind etwa sechs bis acht Millimeter lang und hellorangerot bis braun gefärbt. Sie haben sich meist wenig aggressiv verhalten, wenn ich zufälligerweise beim Fotografieren in ihrem Weg war. Oft sind mir etliche von ihnen über die Füße und Beine gelaufen, während ich im Gras stand. Gebissen hat mich nie eine dieser Ameisen. (Foto: Aluthgama, 2006)
Unbestimmte Termiten Nr. 1
Vielerorts habe ich in Sri Lanka Termitenhügel gesehen. An einer Stelle war ein kleiner Hügel beschädigt, offenbar hatte ein unvorsichtiger Mensch ihn versehentlich beim Laufen oder gar absichtlich zerstört. Die Termiten waren in ihren offen liegenden Gängen gut sichtbar. Ihre Körperlänge maß in etwa vier bis fünf Millimeter. Die Fotos unten zeigen unterschiedliche Termitenbauten. (Foto rechts: Sigiriya, 2006; Foto unten links: Sigiriya, 2006; Foto unten rechts: Sinharaja-Regenwald, 2006)

Unbestimmte Spinne Nr. 1
Zwischen den Grashalmen, vor allem in schattigen Bereichen, haben zahllose Spinnen ihre Netze gewoben. Die Tiere selbst habe ich leider nicht gesehen, aber ihre Netze in sehr großer Zahl. Besonders auffällig war das zentrale "Loch" in jedem Netz. Vermutlich saß die Erbauerin des Gespinstes irgendwo dahinter und lauerte auf Beute. Diese Netzgebilde waren im Durchmesser etwa zehn bis zwölf Zentimeter groß, selten größer. (Foto: Sigiriya, 2006)
Unbestimmte Spinne Nr. 2
An einem sehr großen Bambusstängel, dessen Durchmesser etwa zwölf bis 15 Zentimeter betrug, saß eine Spinne mit stattlichen Maßen. Sie presste ihren ca. 2,5 Zentimeter langen Körper und die langen Beine eng an die Oberfläche des Bambusstängels. Das weiße Gebilde unter ihrem Körper scheint kein Netz gewesen zu sein, ich vermute, es handelte sich um ihr Gelege, das sie bewacht hat. Die Spinne war grau-weiß-schwarz meliert und trug ein Streifenmuster auf den Beinen. (Foto: Kurunegala, 2006)
Blutegel (Leech)
Zwar geht von ihnen keine gesundheitliche Gefährdung aus, aber Blutegel sorgen dennoch bei den meisten Menschen für enormen Ekel. In einigen Teilen Sri Lankas, vor allem in baumreichen Gebieten mit dichtem Unterholz, kommen sie in recht großer Zahl vor. Besonders häufig treten sie kurz nach stärkeren Regenfällen in Erscheinung und finden jeden Menschen, der durch ihr "Reich" wandert. Ich habe sie in verschiedenen Größen von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern Länge beobachtet - und von meinen Beinen gepflückt. Sie finden jeden noch so kleinen Spalt, der sich bildet, wenn man lange Hosenbeine in die Socken steckt. Einzig das Einreiben der Beine mit dem sri-lankischen "Wundermittel" gegen alle erdenklichen Dinge, ein sehr aromatisch duftender Kräuterbalsam, hält die Tiere davon ab, sich festzusaugen. Erstaunlicherweise spürt man es nicht, wenn Blutegel auf der Haut umher wandern. Erst wenn sie sich festzusaugen beginnen, ist kurzzeitig ein je nach Größe des Egels mehr oder minder starker, brennender Schmerz zu spüren. Einen Egel, der sich festgesaugt hat, wieder zu entfernen, ist nicht leicht. Am besten bittet man in einem solchen Fall einen Sri-Lanker um Hilfe, denn die Einheimischen haben einige Tricks auf Lager. (Foto: Sinharaja-Regenwald, 2006)
Unbestimmter Tausendfüßer Nr. 1 (Centipede)
Tausendfüßer sind sehr faszinierende Tiere. Die Koordination der vielen Beinpaare zu beobachten und die wellenförmige Bewegung zu sehen, gehört für mich immer wieder zu einer der spannendsten Beobachtungen in der Natur. Der Rumpf der rechts gezeigten Tausendfüßer-Art war schwarz gefärbt und das Tier war etwa zwölf Zentimeter lang. Auffällig gestreift waren die Beine und auch die Fühler. Seit rund 410 Millionen Jahren sind diese urtümlichen Wesen auf der Erde heimisch. Früher lebten Vorfahren der heutigen Tausendfüßer, die bis zu zwei Meter lang waren. Abgestorbenes Pflanzenmaterial sowie kleine Tierchen bilden die Nahrung der Tausendfüßer. (Foto: Sinharaja-Regenwald, 2006)
Unbestimmtes Insekt Nr. 1
Aus Deutschland kenne ich das Grüne Heupferd (Tettigonia viridissima). An diese Tierart fühlte ich mich gleich erinnert, als ich in Sri Lanka das rechts gezeigte grüne Insekt sah. Es war etwas mehr als drei Zentimeter lang und hätte im Normalfall wohl sechs Beine gehabt. Sein rechtes, hinteres Bein fehlte. Vielleicht hat das Tier sein Bein an einen Fressfeind verloren. Es wirkte trotz des fehlenden Beines recht agil. (Foto: Aluthgama, 2006)
Unbestimmtes Insekt Nr. 2
Nur wenige Millimeter lang war dieses Insekt, das mir aufgrund seiner hellen Grünfärbung trotzdem sofort aufgefallen ist. Das Tier erinnerte mich wegen seines Flugverhaltens an Fliegen, ich habe jedoch noch nie von derart auffällig gefärbten Vertretern dieser Tierfamilie gehört. Auch die Rillen im relativ schlanken Rumpf haben mich erstaunt. (Foto: Little Adam's Peak, Bentota Ganga, 2006)
Unbestimmtes Insekt Nr. 3
Am einer Fensterscheibe einer Teefabrik saß dieses Insekt. Die Rumpflänge betrug in etwa 15 Millimeter, die Flügelspannweite rund 2,5 Zentimeter. Leider flog das Tier rasch davon, so dass ich es nicht genauer betrachten konnte. Auffällig fand ich die durchscheinenden Flügelmuster. Ich gehe davon aus, dass es sich um ein Insekt aus der Familie der Glasflügler (Sesiidae) handelt. Bedauerlicherweise konnte ich bislang keine Informationen über die Spezies aus dieser Familie finden, die in Sri Lanka heimisch sind. Weltweit kommen über 1.200 verschiedene Arten der Glasflügler vor. (Foto: Glenloch-Teefabrik, 2006)
Schwarzbauch-Erdschildkröte (Indian Black Turtle, Melanochelys trijuga thermalis)
Das Verbreitungsgebiet der Schwarzbauch-Erdschildkröte ist recht groß, es erstreckt sich über Indien, Sri Lanka, die Malediven, Myanmar, den Norden Bangladeshs und Nepal. Der Panzer ist länglich-oval geformt und bis zu 38 Zentimeter lang. Auffälliges Erscheinungsmerkmal sind die drei parallel verlaufenden Kiele, die sich längs über den Panzer erstrecken. Diese Schildkrötenart ist an Süßwasser angepasst und ist in Teichen und Tümpeln anzutreffen. Im Englischen wird die Art auch als Common Tarrapin oder Indian Pond Terrapin bezeichnet. (Foto: Udawalawe-Nationalpark, 2006)
Grüne Meeresschildkröte (Green Turtle, Chelonia mydas)
Grüne Meeresschildkröten sind Geschöpfe, die ganz und gar an ein Leben im
Ozean angepasst sind. Unter Wasser bewegen sich die durchschnittlich 136 Kilogramm schweren
Tiere aufgrund des natürlichen Auftriebs mit sehr geringem Kraftaufwand. Die Tiere verbringen ihr
gesamtes Leben im Wasser und wandern über große Distanzen. Nur zur Eiablage
verlassen die MeeresschildkrötenWeibchen ihr Element jeweils für einige Stunden.
Das rechts abgebildete Weibchen hat im Schutze der Dunkelheit am Strand vor dem Kosgoda
Beach Hotel ein etwa 60 Zentimeter tiefes Loch in den Sand gegraben und darin
111 Eier abgelegt. Gemeinsam mit einigen Tierschützern von der Kosgoda
Turtle Hatchery beobachteten mein Reisebegleiter und ich die Meeresschildkröte
bei dieser kräftezehrenden Arbeit. Die Tierschützer haben die Schildkröte
vermessen, sie war etwa anderthalb Meter lang, ihr Gewicht schätzten die Fachleute auf rund
100 Kilogramm. Foto © Uwe Post
Nachdem die Meeresschildkröte ihr Gelege mit Sand bedeckt hatte, schleppte sie
sich zurück ins Meer. Damit ihre Eier, die in Sri Lanka als Aphrodisiakum gelten, nicht
von Wilderern erbeutet werden konnten, haben die Tierschützer sie sogleich wieder
ausgegraben und in die Turtle Hatchery gebracht, wo sie auf sicherem Terrain erneut im
Sand vergraben wurden. Übrigens trägt Chelonia mydas, die man früher
an Bord von Schiffen als lebenden Proviant verwendete, den für meinen Geschmack
wirklich schrecklichen alternativen deutschen Namen Suppenschildkröte. |