Sri Lanka

Insekten, Gliederfüßer und Schildkröten in Sri Lanka

Unbestimmte Insektenart Nr. 1In Sri Lanka kommen sehr viele verschiedene Insektenarten vor, die Fülle ist geradezu unglaublich. Unter den in dem Land lebenden Arten sind beispielsweise mehr als 240 Schmetterlingsspezies sowie Käfer, Spinnen und anderes Getier. Die Artenfülle ist deshalb so groß, weil es verschiedene Lebensräume, angefangen von offenen Gegenden bis hin zu Regenwäldern in den Bergen, auf der Insel gibt. In diesem Kapitel stelle ich die Insektenarten vor, die mir vor die Linse geraten sind. Darüber hinaus präsentiere ich auf dieser Seite eine Gliederfüßerart vor, die an sich kein Insekt ist. Ferner gibt es zwei Schildkrötenarten auf dieser Seite zu sehen. Foto: 2006, Aluthgama

Blauer Tiger (Blue Tiger, Tirumala limniace leopardus)Der größte Teil der Fotos stammt von meiner Sri-Lanka-Reise im November 2006. Die restlichen Fotos wurden im Juni 1998 angefertigt. Ein Foto, nämlich das von der Grünen Meeresschildkröte, hat mein damaliger Freund und Mitreisender Uwe Post zum Reisebericht beigesteuert, wofür ich mich herzlich bedanken möchte. Diese Abbildung ist entsprechend gekennzeichnet und das Urheberrecht des Fotos liegt bei ihm. Leider habe ich bislang nicht sämtliche Tierarten bestimmen können. Sollten Sie eine der abgebildeten, noch nicht benannten Tierarten kennen, würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail freuen. Irrtümer bei der bisherigen Artenbestimmung sind freilich nicht ausgeschlossen, obwohl ich dieses Kapitel so sorgfältig wie möglich erstellt habe. Foto: Blauer Tiger, 2006, Aluthgama

Durch einen Klick auf die folgenden Links gelangen Sie zu den Beschreibungen der vollständig oder weitestgehend bestimmten, auf dieser Seite gezeigten Arten.

Insekten
· Asota sp.
· Blauer Tiger (Blue Tiger, Tirumala limniace leopardus)
· Braune Königskrähe (Common Indian Crow, Euploea core asela)
· Ceylon Blue Glassy Tiger (Ideopsis similis)
· Tussafalter (Tussah Moth, Antheraea sp.)
· Tawny Coster (Acraea terpsichore)
· Blutegel (Leech)
· Kakerlake (Cockroach)
Gliedertiere
· Tausendfüßer
Schildkröten
· Grüne Meeresschildkröte (Green Turtle, Chelonia mydas)
· Schwarzbauch-Erdschildkröte (Indian Black Turtle, Melanochelys trijuga thermalis) 

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Insekten

Asota sp.

Asota sp.An einem Abend habe ich diesen Falter an der Hauswand meines Hotels sitzen sehen. Diese Art scheint nachtaktiv zu sein und ihre Länge beträgt vom Kopf bis zu den hinteren Flügelenden ein wenig mehr als zwei Zentimeter. Die Flügel sind bräunlich gefärbt. Bisher habe ich immerhin herausfinden können, dass es sich höchstwahrscheinlich um einen Falter der Gattung Asota handelt. In Sri Lanka kommen jedoch mehrere verschiedene Asota-Arten vor, die sich teils nur anhand minimaler Zeichnungsunterschiede voneinander unterscheiden lassen. Ich vermute, allein anhand des Bildes werde ich diese nachtaktive, zu den Eulenfaltern (Noctuidae) gehörende Spezies nicht exakt bestimmen können. Unterhalb des Falters hat eines jener Tiere gesessen, die ich in Sri Lanka am allerwenigsten gemocht habe: eine Stechmücke. Foto: 2006, Aluthgama

Blauer Tiger (Blue Tiger, Tirumala limniace leopardus)

Im Grünstreifen direkt hinter dem Sandstrand sind diese Schmetterlinge zu finden gewesen, wobei der Lebensraum dieser Art generell offene Flächen in niedrigen Höhenlagen umfasst. Die Tiere sind recht groß und haben schwarze Flügel, die blassblaue Muster aufweisen, die je nach Beleuchtung weiß aussehen können. Auf der Flügelunterseite, deren Grundfarbe ein dunkles Olivbraun ist, sind die Muster eher weiß gefärbt. Die Spannweite des Blauen Tigers beträgt zwischen 75 und 95 Millimeter. Der hintere Teil des Rumpfes ist bei diesen Schmetterlingen einfarbig braun gefärbt, der vordere Teil dunkel mit weißen Punkten. Beide Geschlechter dieser Spezies sehen gleich aus.

  Blauer Tiger (Blue Tiger, Tirumala limniace leopardus)   Blauer Tiger (Blue Tiger, Tirumala limniace leopardus)  
  Foto: 2006, Aluthgama   Foto: 2006, Aluthgama  

Braune Königskrähe (Common Indian Crow, Euploea core asela)

Mit ihrer Flügelspannweite von 80 bis 90 Millimeter gehört die Braune Königskrähe zu den größeren Schmetterlingen Sri Lankas. Beide Geschlechter sehen gleich aus. Glänzend braun ist die Oberseite der Flügel gefärbt, bei frisch geschlüpften Individuen ist der Glanz besonders stark ausgeprägt. Ein für die Art charakteristisches weißes Fleckenmuster ist auf den Flügeln zu sehen, es liegt in der Nähe des äußeren Randes. Auch die Flügelunterseite ist braun gefärbt, sie ist jedoch heller und weniger glänzend. Ferner zeigt sie ebenfalls das weiße Fleckenmuster. Der vordere Körperbereich der Schmetterlinge ist dunkel gefärbt und weiß gepunktet. In ihrem bevorzugten Lebensraum - dies sind blütenreiche, offene Landschaften - fliegt die Braune Königskrähe relativ langsam und meist nicht allzu hoch über dem Boden. Sie gleitet mitunter kleine Strecken, ohne mit den Flügeln zu schlagen.

  Braune Königskrähe (Common Indian Crow, Euploea core asela)   Braune Königskrähe (Common Indian Crow, Euploea core asela)  
  Foto: 2006, Aluthgama   Foto: 2006, Aluthgama  

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Ceylon Blue Glassy Tiger (Ideopsis similis)

Ceylon Blue Glassy Tiger (Ideopsis similis)Mit ihrer Flügelspannweite von 60 bis 75 Millimeter ist diese Schmetterlingsart nicht zu übersehen. Die Flügel sind auf der Oberseite schwarz mit blassgrünen bis leicht bläulichen Mustern gefärbt. Mattes Dunkelbraun ist die Grundfarbe der Flügelunterseiten, dort befinden sich die blassen, hellen Muster ebenfalls. Männchen und Weibchen sind im Flug nicht voneinander zu unterscheiden. Experten erkennen männliche Tiere an winzigen Details, wenn die Tiere mit zusammengefalteten Flügeln rasten. Leider kenne ich den deutschen Namen von Ideopsis similis nicht. Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald

 

 

Tawny Coster (Acraea terpsichore)

Tawny Coster (Acraea terpsichore)In der Nähe des Sandstrandes habe ich am Tage oft die rechts gezeigte Schmetterlingsart gesehen, für die mir kein deutscher Name bekannt ist. Die Tiere sind zu den Blüten des Pflanzensaums geflogen, der unmittelbar an den Sandstrand grenzt. In Grasland und Buschwerk ist Acraea terpsichore in Sri Lanka sehr häufig anzutreffen. Die Flügelspannweite dieser überwiegend orange-braun gefärbten Schmetterlinge beträgt circa drei bis vier Zentimeter. Der Kopf und der obere Teil des Rumpfes sind schwarz gefärbt und tragen weiße Punkte, der Hinterleib ist gelb-schwarz gestreift. Außer in Sri Lanka ist diese Schmetterlingsart noch in Indien beheimatet. Foto: 2006, Aluthgama

Tussafalter (Tussah Moth, Antheraea sp.)

Während einer Fluss-Safari hat es plötzlich heftig zu regnen begonnen. Als der mehr als einstündige Schauer endlich vorüber gewesen ist, hat der Reiseleiter am Ufer des Flusses im dichten Blattwerk nur wenige Zentimeter oberhalb der Wasseroberfläche diese beiden sehr großen Falter entdeckt, deren Flügelspannweite mindestens zehn Zentimeter betragen hat. Die Tiere hatten sich in der Ufervegetation vor dem starken Regen in Sicherheit gebracht, es handelt sich um zwei männliche Falter. In Sri Lanka kommen verschiedene Tussafalter der Gattung Antheraea vor. Eine Bestimmung der hier gezeigten Tiere auf Artebene ist mir bisher leider nicht gelungen, dazu reicht das vorliegende Bildmaterial nicht aus.

  Tussafalter (Tussah Moth, Antheraea sp.)   Tussafalter (Tussah Moth, Antheraea sp.)  
  Foto: 2006, Nähe Aluthgama   Foto: 2006, Nähe Aluthgama  

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Unbestimmte Falterart Nr. 1

Unbestimmte Falterart Nr. 1Diese Falterart habe ich oft auf dem Gelände des Hotels Ceysands in Aluthgama/Bentota gesehen. Dort haben die Tiere den Tag an schattigen Plätzen an den Hauswänden verbracht. Die Flügelspannweite hat etwas mehr als zwei Zentimeter betragen, die Rumpflänge etwas mehr als einen Zentimeter. Auffällig ist die rot-schwarze Querstreifung auf dem dicken Rumpf. Foto: 2006, Aluthgama

 

Unbestimmte Falterart Nr. 2

Unbestimmte Falterart Nr. 2Morgens habe ich mehrfach diese Falterart an der Hauswand meines Hotels sitzen sehen. Wahrscheinlich handelt es sich um eine nachtaktive Spezies. Die Flügelspannweite beträgt etwas mehr als zwei Zentimeter und der braun-weiß gestreifte Rumpf ist sehr schlank. Foto: 2006, Aluthgama

 

 

Unbestimmte Falterart Nr. 3

Unbestimmte Falterart Nr. 3Es war abends schon recht spät, als ich diesen Falter im Schein einer Lampe auf dem Hotelgelände flattern gesehen habe. Er hat sich kurze Zeit später auf der Hauswand niedergelassen. Seine Flügelspannweite beträgt in etwa zwei Zentimeter. Auffällig sind die beiden hellen Flecken an den vorderen Flügelkanten, die Grundfärbung der Flügel ist bräunlich. Foto: 2006, Aluthgama

  

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Unbestimmte Falterart Nr. 4

Unbestimmte Falterart Nr. 4Auch diesen Falter habe ich spätabends durch den Lichtschein der künstlichen Beleuchtung auf dem Hotelgelände fliegen sehen. Die Spannweite beträgt ein wenig mehr als zwei Zentimeter. Erstaunlich habe ich es gefunden, dass diese Falterart die zarten Fühler nach hinten an den Körper gelegt hat und nicht wie die meisten anderen Falter nach vorn vom Kopf abstehen lassen hat. Foto: 2006, Aluthgama

 

Unbestimmte Falterart Nr. 5

Unbestimmte Falterart Nr. 5Am einer Fensterscheibe einer Teefabrik im Hochland Sri Lankas hat dieser hübsche Falter gesessen. Die Rumpflänge hat in etwa 15 Millimeter betragen, die Flügelspannweite rund 2,5 Zentimeter. Leider ist das Tier rasch davon geflogen, so dass ich es nicht genauer betrachten oder weitere Aufnahmen anfertigen konnte. Auffällig ist das durchscheinende Flügelmuster gewesen. Ich gehe davon aus, dass es sich um ein Insekt aus der Familie der Glasflügler (Sesiidae) handelt. Bedauerlicherweise habe ich bislang keine Informationen über die Spezies aus dieser Familie finden, die in Sri Lanka heimisch sind. Weltweit kommen über 1.200 verschiedene Arten der Glasflügler vor. Foto: 2006, Katukithula

Unbestimmte Raupe Nr. 1

Unbestimmte Raupe Nr. 1Wo es zahlreiche Schmetterlinge gibt, leben entsprechend viele Raupen. Deshalb kann man diese Schmetterlings- und Falterlarven in Sri Lanka an vielen Stellen beobachten. Im schattigen Bereich einer kleinen Felsenhöhle habe ich die rechts gezeigte, etwa drei Zentimeter lange Raupe gesehen. Ihre Grundfärbung ist dunkel, fast schwarz gewesen. Auffällig gewesen sind die gelblichen Bereiche an der Unterseite sowie die langen, nach hinten gekrümmten Haare auf der Oberseite. Im dichten Blattwerk fallen Raupen sehr viel weniger auf und man nimmt sie sogar dann kaum wahr, wenn man bewusst die Vegetation beobachtet. Insofern kann ich mich glücklich schätzen, dass das hier gezeigte Tier über einen Felsen gelaufen ist und deshalb leicht auszumachen gewesen ist. Foto: 2006, Sigiriya

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Unbestimmte Raupe Nr. 2

Unbestimmte Raupe Nr. 2Überwiegend gelbgrün gefärbt mit schwarzem Muster und schätzungsweise rund drei Zentimeter lang ist die in diesem Absatz gezeigte Raupenart. Ich habe mehrere dieser Tiere auf den leider bisher nicht bestimmten Pflanzen beobachtet, die im Bild zu sehen sind. Der Standort der Gewächse (Crotalaria sp.) ist der Grünstreifen direkt an der Grenze zum Sandstrand gewesen. Auf den Blättern der Pflanzen haben unzählige schwarze Kotballen der Raupen gelegen, sie scheinen sich dort also relativ oft aufzuhalten. Foto: 2006, Aluthgama

Unbestimmte Libellenart Nr. 1

Unbestimmte Libellenart Nr. 1An einem Wassergraben, der die Lustgärten und die Felsenfestung von Sigiriya umschließt, sind mehrere große, leuchtend rot beziehungsweise pink gefärbte Libellen umher geflogen. Der Körper dieser Tierart ist mindestens sechs Zentimeter lang. Nicht nur der Körper selbst, sondern auch der Kopf und die Augen sind auffällig rot gefärbt. Zudem weist die Art typische rötlichbraune Flecken an den Flügeln auf, die sich direkt am Ansatz befinden. Es könnte sich um Trithemis aurora handeln. Diese Art weist eine entsprechend leuchtende Pinkfärbung auf. Foto: 2006, Sigiriya

Unbestimmte Ameisenart Nr. 1

Unbestimmte Ameisenart Nr. 1Neben einigen anderen, sehr viel kleineren Ameisenarten kommt in Sri Lanka eine recht große Spezies vor, die am gesamten Körper hellbraun gefärbt ist und die auf dem nebenstehenden Foto zu sehen ist. Die einzelnen Tiere sind etwa sechs bis acht Millimeter lang. Ich bin diesen Ameisen vielerorts, vor allem im Tiefland, begegnet. Sie haben sich meist wenig aggressiv verhalten, wenn ich zufälligerweise beim Fotografieren in ihrem Weg befunden habe. Oft sind mir etliche von ihnen über die Füße und Beine gelaufen, während ich im Gras gestanden habe. Gebissen hat mich nie eine dieser Ameisen. Foto: 2006, Aluthgama

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Unbestimmte Termitenarten

Unbestimmte Termitenart Nr. 1Vielerorts habe ich in Sri Lanka Termitenhügel oder anderweitige Bauten dieser Tiere gesehen. An einer Stelle ist ein solcher kleiner Hügel beschädigt gewesen. Offenbar hatte ein unvorsichtiger Mensch ihn versehentlich beim Laufen oder gar absichtlich zerstört. Die Termiten sind in ihren offen liegenden Gängen gut sichtbar gewesen, siehe Foto rechts. Ihre Körperlänge maß in etwa vier bis fünf Millimeter. Die Fotos unten zeigen weitere Termitenbauten. Foto: 2006, Sigiriya

  Unbestimmte Termitenart Nr. 2   Unbestimmte Termitenart Nr. 3  
  Unbestimmte Termitenart Nr. 2,
Foto: 2006, Sigiriya
  Unbestimmte Termitenart Nr. 3,
Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald
 

Unbestimmte Spinnenart Nr. 1

Unbestimmte Spinnenart Nr. 1Zwischen den Grashalmen, vor allem in schattigen Bereichen, weben in Sri Lanka zahllose Spinnen ihre Netze. Die Tiere selbst habe ich leider nicht gesehen, ihre Netze dafür aber in sehr großer Zahl. Besonders auffällig ist das zentrale "Loch" in jedem Netz. Vermutlich sitzt die Erbauerin des Gespinstes irgendwo dahinter und lauert auf Beute, die sich in den zarten Gebilden verfängt. Diese Netzgebilde sind im Durchmesser etwa zehn bis zwölf Zentimeter groß, selten größer. Foto: 2006, Sigiriya

Unbestimmte Spinnenart Nr. 2

Unbestimmte Spinnenart Nr. 2An einem sehr großen Bambusstängel, dessen Durchmesser etwa zwölf bis 15 Zentimeter betragen hat, habe ich eine Spinne mit stattlichen Maßen aufgespürt. Sie hat ihren circa 2,5 Zentimeter langen Körper und die langen Beine eng an die Oberfläche des Bambusstängels gepresst. Das weiße Gebilde unter ihrem Körper ist allem Anschein nach kein Netz gewesen. Ich vermute, es hat sich um ihr Gelege gehandelt, das sie bewacht hat. Die Spinne ist grau-weiß-schwarz meliert gewesen und sie hat ein Streifenmuster auf den Beinen getragen. Foto: 2006, Kurunegala

 

 

 

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Blutegel (Leech)

Unbestimmte Blutegelart Nr. 1Zwar geht von ihnen keine gesundheitliche Gefährdung für den Menschen aus, aber Blutegel sorgen dennoch bei den meisten Personen für enormen Ekel. In einigen Teilen Sri Lankas, vor allem in baumreichen Gebieten mit dichtem Unterholz, kommen sie in recht großer Zahl vor. Besonders häufig treten sie kurz nach stärkeren Regenfällen in Erscheinung und finden zielsicher jeden Menschen, der sich durch ihr "Reich" bewegt. Ich habe sie in verschiedenen Größen von wenigen Millimeter bis zu mehreren Zentimeter Länge beobachtet - und von meinen Beinen gepflückt. Sie finden jeden noch so kleinen Spalt, der sich bildet, wenn man lange Hosenbeine in die Socken steckt. Einzig das Einreiben der Beine mit dem sri-lankischen "Wundermittel" gegen alle erdenklichen Dinge, ein sehr aromatisch duftender Kräuterbalsam (Siddhalepa), hält die Tiere davon ab, sich allzu stark festzusaugen. Erstaunlicherweise spürt man es normalerweise nicht, wenn Blutegel auf der Haut umher wandern. Erst wenn sie sich festzusaugen beginnen, ist kurzzeitig ein je nach Größe des Egels leichter, brennender Schmerz zu spüren. Einen Egel, der sich vollständig festgesaugt hat, wieder zu entfernen, ist nicht leicht. Am besten bittet man in einem solchen Fall einen Sri-Lanker um Hilfe, denn die Einheimischen haben einige Tricks auf Lager, weil sie im Umgang mit den Tieren geübt sind. Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald

Unbestimmte Insektenart Nr. 1

Unbestimmte Insektenart Nr. 1Extrem gut getarnt sind diese grasgrünen, etwa zwei bis drei Zentimeter langen Grashüpfer. Sie halten sich meist im kurzen Gras auf und sind nur dann zu sehen, wenn sie sich bewegen. Ich habe ein Exemplar dieser Grashüpferart längere Zeit beobachtet und dabei gesehen, wie sich das Tier gelegentlich seitlich hin und her bewegt hat, wobei es wie ein Grashalm aussah, der sich im Wind wiegt. Bei ihrer Tarnung verlassen sich diese Insekten demnach nicht nur auf ihre ideal an die Umgebung angepasste Färbung. Sie haben auch ihr Verhalten an den Lebensraum angepasst und imitieren das Gras. Um das Tier erkennen zu können, sollten Sie die nebenstehende Abbildung durch Anklicken vergrößern. Der Grashüpfer ist genau mittig im Bild zu sehen, sein Kopf weist auf dem Foto nach oben. Die Fühler dieser Grashüpferart sind recht kurz, die Beine kräftig; sie ermöglichen den Tieren recht weite Sprünge. Foto: 2006, Aluthgama

Unbestimmte Insektenart Nr. 2

Unbestimmte Insektenart Nr. 2Im Garten des Hotels und auch an vielen anderen Orten im Tiefland Sri Lankas habe ich diese Grashüpferart gesehen. Die Tiere sind etwa zwei bis drei Zentimeter lang und in unterschiedlichen Schattierungen braun gefärbt. Auffällig ist das hell und dunkel gefärbte Streifenmuster auf den hinteren Beinen. Die Fühler sind kurz und die Tiere halten sich gern in niedriger Vegetation auf. Zudem habe ich sie auf Steinen und mitunter sogar auf sandigem Untergrund beobachten können. Farblich sind sie daran bestens angepasst. Foto: 2006, Aluthgama

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Unbestimmte Insektenart Nr. 3

Unbestimmte Insektenart Nr. 3Aus Deutschland kenne ich das Grüne Heupferd (Tettigonia viridissima). An diese Tierart habe ich mich gleich erinnert gefühlt, als ich in Sri Lanka das in diesem Absatz gezeigte grüne Insekt gesehen habe. Es ist etwas mehr als drei Zentimeter lang gewesen und hätte im Normalfall wohl sechs Beine gehabt. Sein rechtes, hinteres Bein hat jedoch gefehlt, vielleicht hat das Tier sein Bein an einen Fressfeind verloren. Es hat trotz des fehlenden Beines recht agil gewirkt. Beobachtet habe ich es im Flachland in Küstennähe. Foto: 2006, Aluthgama

 

 

 

Unbestimmte Insektenart Nr. 4

Unbestimmte Insektenart Nr. 4Nur wenige Millimeter lang ist dieses Insekt gewesen, das mir aufgrund seiner hellen Grünfärbung trotzdem sofort aufgefallen ist. Das Tier hat mich wegen seines Flugverhaltens an Fliegen erinnert, ich habe jedoch noch nie von derart auffällig gefärbten Vertretern dieser Tierfamilie gehört. Auch die Rillen im relativ schlanken, nach hinten spitz zulaufenden Rumpf haben mich erstaunt. Das Tier hat sich im sri-lankischen Tiefland auf einer Hügelkuppe aufgehalten, das Umland ist mit üppiger Vegetation bewachsen gewesen. Foto: 2006, Galatara

Kakerlake (Cockroach)

Unbestimmte Kakerlakenartart Nr. 1Sie gehören zu den Ekeltieren schlechthin: die Kakerlaken. In Sri Lanka sind sie typische Vertreter der Familie der Käfer und gehören zur normalen Landesfauna. Auch in Hotelzimmern sind sie zuweilen anzutreffen, was nicht zwingend mit Unsauberkeit zu begründen ist. Kakerlaken sind gute Flieger und können durch geöffnete Türen oder Fenster in erleuchtete Hotelzimmer gelangen. Tagsüber ruhen sie in ihren Verstecken, sobald es dunkel wird, kommen sie zum Vorschein. Das auf dem Foto gezeigte Exemplar ist (ohne Fühler) etwa vier Zentimeter lang und dunkel rotbraun gefärbt. Welcher Art es angehört, kann ich leider nicht sagen. In Sri Lanka kommen soweit ich weiß unterschiedliche Kakerlakenarten vor. Foto: 2006, Aluthgama

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Gliedertiere

Unbestimmter Tausendfüßer Nr. 1 (Centipede)

Unbestimmte Tausendfüßerart Nr. 1Tausendfüßer sind sehr faszinierende Tiere. Die Koordination der vielen Beinpaare zu beobachten und die wellenförmige Bewegung zu sehen, gehört für mich immer wieder zu den spannendsten Beobachtungen in der Natur. Der Rumpf der rechts gezeigten Tausendfüßer-Art ist schwarz gefärbt gewesen und das Tier hatte eine Körperlänge von etwa zwölf Zentimeter. Auffällig gestreift sind die Beine und auch die Fühler gewesen. Seit rund 410 Millionen Jahren sind die urtümlichen Tausendfüßer auf der Erde heimisch. Früher haben Vorfahren der heutigen Spezies gelebt, die bis zu zwei Meter lang gewesen sind. Abgestorbenes Pflanzenmaterial sowie kleine Tierchen bilden die Nahrung der Tausendfüßer. Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald

Schildkröten

Grüne Meeresschildkröte (Green Turtle, Chelonia mydas)

Weibliche Grüne Meeresschildkröte (Green Turtle, Chelonia mydas)Grüne Meeresschildkröten sind Geschöpfe, die ganz und gar an ein Leben im Ozean angepasst sind. Unter Wasser bewegen sich die durchschnittlich rund 130 Kilogramm schweren Tiere aufgrund des natürlichen Auftriebs mit sehr geringem Kraftaufwand. Die Tiere verbringen nahezu ihr gesamtes Leben im Wasser und wandern über große Distanzen. Nur zur Eiablage verlassen die Meeresschildkröten-Weibchen ihr Element jeweils für einige Stunden. Das in diesem Absatz abgebildete Weibchen hat im Schutze der Dunkelheit am Strand vor dem Kosgoda Beach Hotel ein etwa 60 Zentimeter tiefes Loch in den Sand gegraben und darin 111 Eier abgelegt. Gemeinsam mit einigen Tierschützern von der Victor Hasselblad Turtle Hatchery haben mein Reisebegleiter und ich die Meeresschildkröte bei dieser kräftezehrenden Arbeit beobachtet. Die Tierschützer haben die Schildkröte währenddessen vermessen, sie ist etwa 1,5 Meter lang gewesen, ihr Gewicht haben die Fachleute auf rund 100 Kilogramm geschätzt. Foto: 1998, Kosgoda, © Uwe Post

Nachdem die Meeresschildkröte ihr Gelege mit Sand bedeckt hatte, hat sie sich zurück ins Meer geschleppt. Damit ihre Eier, die in Sri Lanka als Aphrodisiakum gelten, nicht von Wilderern erbeutet werden konnten, haben die Tierschützer sie sogleich wieder ausgegraben und in die Meeresschildkrötenstation gebracht, wo sie auf sicherem Terrain erneut im Sand vergraben worden sind. Übrigens trägt Chelonia mydas, die man früher an Bord von Schiffen als lebenden Proviant verwendet hat, den für mein Empfinden wirklich schrecklichen alternativen deutschen Namen Suppenschildkröte.

Schwarzbauch-Erdschildkröte (Indian Black Turtle, Melanochelys trijuga thermalis)

Schwarzbauch-Erdschildkröte (Indian Black Turtle, Melanochelys trijuga thermalis)Das Verbreitungsgebiet der Schwarzbauch-Erdschildkröte ist recht groß, es erstreckt sich über Indien, Sri Lanka, die Malediven, Myanmar, den Norden Bangladeschs und Nepal. Sie kommt in den diesem Gebiet in unterschiedlichen Unterarten vor. Der Panzer dieser Art ist länglich-oval geformt und bis zu 38 Zentimeter lang. Die Färbung der Tiere ist recht variabel, sie kann von rötlichbraun über dunkelbraun bis zu schwarz reichen. Am Kopf tragen einige Tiere eine gelbliche bis orange gefärbte Fleckung. Grau sind die Gliedmaßen dieser Schildkrötenart gefärbt. Auffälliges Erscheinungsmerkmal sind die drei parallel verlaufenden Kiele, die sich längs über den Panzer erstrecken. Diese Schildkrötenspezies ist an Süßwasser angepasst und sie ist in Teichen und Tümpeln anzutreffen. Im Englischen wird die Art auch als Common Terrapin oder Indian Pond Terrapin bezeichnet. Foto: 2006, Udawalawe-Nationalpark

 

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Linktipps:

Butterflies and Dragonflies of Sri Lanka (Englisch)

Butterflies & Moths of Sri Lanka (Englisch)

Wild Sri Lanka (Blog, Englisch)

Flickr: The Moths of Sri Lanka
(Bildersammlung, Englisch)  

Flickr: Butterflies and Dragonflies of Sri Lanka (Bildersammlung, Englisch)